Corona aktuell

Reiseziele, besondere Urlaubsformen (z.B. FKK, Reiterferien), Sehenswürdigkeiten...
Piroschka
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Freitag 31. Juli 2020, 11:10

So ist es, BlackCat, genau so!

Anspruchsdenken, Erörterungstaubheit, Beratungsresistenz - das sind die drei großen Eigenschaften, die heute gepflegt werden, in allen sozialen Schichten.

Diese Menschen können nicht mehr in Zusammenhängen denken, holen Informatonen aus Foren, Facebook und anderen Echokammern.
Und verlassen sich auf Menschen, die nicht mal wissen (wie der Schreiber 2 Posts weiter oben), daß "déclaration sur l'honneur" der deutschen eidesstattlichen Versicherung entspricht.

Und in ihrem Hirn stutzen sie sich dann die Inhalte zurecht, wie sie ihre Bilder auf Facebook aufhübschen (mit Photoshop - siehe auch Mordfall Rebecca in Berlin).
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BlackCat
Beiträge: 13
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Samstag 1. August 2020, 07:56

Jawoll, Piroschka!
Ich stolpere ja täglich über mindestens zehn Nachrichten aus deutschen Medien, die ausführlicher über Frankreich informieren, als Frankreich selbst. Daher frage ich mich, gleich zu Beginn, was wir geheimnisvolles wissen könnten, was dem Rest der Welt verborgen bliebe? ;-)

Diese News interessieren mich schon allein deshalb, weil ich sehe, wie "sorgsam" Deutsche aus Deutschland in der Krise verfahren. Nach dem Motto: Wir buchen einen Urlaub in einem der gebeutelsten Länder Europas (sprich: Italien, Spanien, Frankreich), mit mindestens über 30 k Todesopfern und monatelangen Ausgangssperren, um dort so richtig die Sau rauszulassen, und selbst dort, wo Fleckchen verschont blieben, bringen wir das Virus auch dorthinein. Das können die Briten fast so gut, aber selbst die haben in ihrem eigenen Land schon genug mit sich zu tun.
Es sind also nicht die französischen Jugendlichen, denen man alles anhängen will.
https://www.t-online.de/tv/news/panoram ... orona.html

Der Mehrheit der Franzosen wäre es schon vor Monaten lieber gewesen, man hätte die Grenzen zugelassen.
Aber der Wirtschaft zuliebe, wollte man offenbar unbedingt das Sommergeschäft noch mitnehmen.

Aber nochmal zurück zum Thema...
Die Frage, die man sich als Urlauber stellen muss, ist, ob man auch im worst case über die Mittel verfügt, SOLLTE man in Quarantäne versetzt werden, bzw. bei positivem Test, in einem Hospital Wochen verbringen? Und würde man, bei den Kapazitäten, welche nicht mal für die eigene Bevölkerung reichen, auch auf eine Beatmung verzichten, wenn es "hart auf hart" kommen sollte. Denke, Touristen stehen dort nicht gerade an erster Stelle.
Deutschland wird, nach dem Aufwand der ersten Welle, sicherlich keine erneuten Rückflüge finanzieren, und ob eine Reisekrankenversicherung (HINTERHER) dafür aufkommt, halte ich auch für unwahrscheinlich, da selbst die Politik davon abrät, zu reisen (Prinzip "selber schuld").
Und ob man seiner gesamten Familie, mitsamt Kind und Kegel, das nun wirklich antun möchte, ist eine andere Frage.
Darüber muss man sich vorher Gedanken machen.
Das Forum bietet HILFE zur Selbsthilfe. Biddeschön! :D

(Stimme dir 100% zu, Piroschka. Dieses Mädchen KANN nie gefunden werden, da sich "Wunsch"bild nicht mit der Realität deckt. Die Menschen suchen ein Fantasiegebilde. Absicht der Angehörigen?)
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Peter42
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Montag 3. August 2020, 20:03

Wenn man falsch verstanden werden soll, wird das auch gemacht, danke Piroschka, obwohl ich Dir ja zustimme.
Der Spuk wäre in einem Jahr vorbei gewesen und man hätte mit passenden Maßnahmen Frühjahr 2021 wieder raus
an die Sehenswürdigkeiten gehen können, egal ob in Berlin oder Paris oder Nimes.

Nur sieht es zur Zeit nicht danach aus, die Wintergrippe wird noch dazu kommen, um alles zu verharmlosen..
Unsereins hält sich an die Regeln, hat leider im Krankenhausbereich auch gewisse Leitsätze
und muss dabei zusehen, wie das alles durch Unmut und Unwissenheit kaputtgemacht wird.
Egal welches Land, egal, woher die Touris kommen.
Ich würde gerne meine Freunde im Var besuchen, die sagen im Moment, bleibt zuhause.
Und weil Regeln missachtet werden muss ich vielleicht drei Jahre lang zui Hause bleiben?
Bayern ist nicht mein zweites Zuhause, Ostsee auch nicht, die Cóte ist mein Jährliches Zuhause.

Wo bleibt mein Unmut? Ich geh nicht auf die Straße, zu riskant für meine "Kunden/Patienten"
Ich hab die Covidkarte auf dem Großbildschirm, wenn die Europäer sich weiter so benehmen,
bekommen wir amerikanische Zahlen.
In meinem Kopf geistert nicht der entgangene UIrlaub herum, es sind Freundschaften mit Einheimischen,
das Petanque, bei dem Stunden vergehen, der kleine Kaffee am Bistrotisch, das Palaver mit
der Herbergsmutti, die einem noch einen kleinen Napf Orangenmarmelade fürs Frühstüchstücksbaguette
an den Tisch bringt. Und das Genießen , wenn die Abendsonne das Glas Rotwein zum Strahlen bringt, bevor er
dann passend zum Abendgericht seinen Zweck im Gaumen erfüllt.

Das sind meine Gedanken und Erfahrungen, die mir deshalb fehlen, weil ich nicht hin darf.
Das sind alles Leute, die mit mir und meiner Frau ohne Whatsapp und Twitter kommunizieren.
Bei uns heiß das "reden". Das ist Leben und nicht braten am Strand und Abends die Hölle in der Saufdisco.


Ist doch wahr, ich wollte diesen Thread doch nur, das wir hier Austausch haben.
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BlackCat
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Dienstag 4. August 2020, 11:48

Mir wird nun langsam klar, weshalb das nix geben kann, denn diejenigen, weshalb die ganzen Massnahmen getroffen wurden, begreifen einfach nicht den Sinn dahinter.
Peter & Co, um es einfach mal deutlich zu sagen: IHR seid die Risikogruppe, und wegen EUCH steht die Welt still :!:
Wie sollen denn die jungen Leute für das Thema sensibilisiert werden, wenn ihr selbst völlig uneinsichtig seid?
Bei der Schuldfrage kommt es auch beinahe so rüber, als sei das Forum Mitschuld an der Misere. Was will man denn darüber reden? Es gibt doch kein anderes Thema, über welches gründlicher informiert wird.
Diejenigen Teilnehmer, die hier in Frankreich leben, brauchen sich damit nicht auseinanderzusetzen, denn die betrifft es doch gar nicht.
Die fahren nicht nach Frankreich in Urlaub, weil - sie sind schon lange da! ;-)

Ein wenig Flexibilität könnte so viel helfen, solange es noch nicht vorbei ist. Jammern bringt jedenfalls auch nix.
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Peter42
Beiträge: 17
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Dienstag 4. August 2020, 18:38

Danke, besser kann man eine Diskussion nicht sabotieren.
Ein Forum sollte unterschiedliche Meinungen aushalten können.
Mir wird nun langsam klar, weshalb das nix geben kann, denn diejenigen, weshalb die ganzen Massnahmen getroffen wurden, begreifen einfach nicht den Sinn dahinter.
Die sind nicht hier zuhause eingepfercht sondern pflegen jeden Tag Alte und Kranke, um diese zu schützen. 8-14 Stunden am Tag mit Maske und Handschuhen.
Peter & Co, um es einfach mal deutlich zu sagen: IHR seid die Risikogruppe, und wegen EUCH steht die Welt still
Wir die, die sich um die Alten und überlebenden kümmern, sind jetzt Schuld?
Wie sollen denn die jungen Leute für das Thema sensibilisiert werden, wenn ihr selbst völlig uneinsichtig seid?
Die Uneinsichtigkeit kommt bei den Massendemos zutage, wo ich kein Verständniss für habe.
Bei der Schuldfrage kommt es auch beinahe so rüber, als sei das Forum Mitschuld an der Misere. Was will man denn darüber reden? Es gibt doch kein anderes Thema, über welches gründlicher informiert wird.
Ich habe nie eine Schuldfrage gestellt und schon gar nicht fürs Forum.
Diejenigen Teilnehmer, die hier in Frankreich leben, brauchen sich damit nicht auseinanderzusetzen, denn die betrifft es doch gar nicht.
Die fahren nicht nach Frankreich in Urlaub, weil - sie sind schon lange da! ;-)
Habe ich nie behauptet
Ein wenig Flexibilität könnte so viel helfen, solange es noch nicht vorbei ist. Jammern bringt jedenfalls auch nix.
Ich jammer nicht, ich möchte nur mitteilen, was uns persönlich fehlt und in nächster Zukunft weiter fehlen wird.
Wir arbeiten das ganze Jahr, nur um darin einmal wieder das Vive de France zu erleben. Malle gibts bei uns seit 30 Jahren nicht.
Wenn ich das nicht mehr sagen darf, bin ich hier fehl.
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