Wasserzähler

Renovieren, Kaufen, Mieten, Bauen, Grund- und Hausbesitz in Frankreich
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erica
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Donnerstag 8. November 2012, 14:18

Wir haben eine überdurchschnittlich hohe Wasserrechnung erhalten. Die mairie sagt, am Zähler sei alles O.K. Da bin ich mir jedoch nicht so sicher. Gibt es eine Möglichkeit das Teil prüfen zu lassen? Fuite sollte keine vorhanden sein. Das haben wir duch ablesen des Zählers festgestellt.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie kann man vorgehen? Uebrigens sollen wir 724 Kubik Wasser konsumiert haben. :twisted:

Merci für Antworten
Erica
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herbertp
Moderator
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Donnerstag 8. November 2012, 17:40

Hallo Erica,
Ungewoehnlich hohe Wasserrechnung!
Ohne einiges an weiteren Informationen ist es schwer, genaueres zu sagen.
Aber folgenderweise wuerde ich vorgehen.
1) Gibt es eine undichte Stelle. Das habt Ihr wohl schon versucht zu ueberpruefen, indem alle Haehne zugesperrt sind und der Zaehler dann zum vollstaendigen Stillstand gekommen ist.
2) Ist der Zaehler defekt? Dazu wuerde ich meine Wassertonne von 1000ltr auffuellen, oder mit Eimern (10ltr Markierung anbringen) eine derartige Wassermenge entnehmen, die auf der Uhr ablesbar sein muesste.
3) Hat sich Eurer Wasserbedarf spuerbar geaendert. Habt Ihr inzwischen einen Swimmingpool?
4) Oder der Nachbar?? und fuellt in Eurer Abwesenheit ...
Ist das Haus ganzjaehrig bewohnt??
Bonne chance
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Tonton
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Samstag 10. November 2012, 09:35

herbertp hat geschrieben: 1) Gibt es eine undichte Stelle.
2) Ist der Zaehler defekt?
4) Oder der Nachbar??
Defekte Zähler habe ich noch nicht erlebt, die sind auf 50 Jahre konzepiert. Mein Tipp geht an den Nachbarn !

Lecks kann man ziemlich leicht feststellen (Herbert hats ja schon genannt).
Mit guten Gehör sind diese auch ziemlcih leicht aufzuspüren.
Ohr auf die Erde, da wo die Leitung langgeht, man hörts rauschen. - die Vom Wasserwerk machen das ähnlich, nur haben die dazu ein Mikrofon+verstärker.

Als sensibler Mensch (mein Fall) kann man das auch mit einer Wünschelrute leicht feststellen (einfach ausprobieren, vielleicht stecken in Euch noch ungeahnte Talente).
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Grüsse aus der Südsee !
Yoyo
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Samstag 10. November 2012, 17:30

Hallo Erica,

wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen sind, kannst Du bei den Wasserwerken oder der Gemeinde eine Kontrolle des Zählers verlangen:

http://www.eaux-moises.com/Comment-fair ... er-et.html

Das Teil wird abmontiert und eingeschickt und wenn es nicht kaputt ist, bezahlst Du alles, ansonsten der Wasserlieferant. Vorher würde ich aber wirklich alle anderen Möglichkeiten kontrollieren.

Du schreibst zu wenig: Wie lange zurück hast Du Rechnungen, wie groß ist der Unterschied zu den letzten 4 oder mehr Rechnungen, hast Du neue Anlagen bzw Geräte wie Gartenwässerung etc, ist es ein elektronischer Zähler oder ein mechanischer.

Was meinst Du damit genau: Fuite sollte keine vorhanden sein. Das haben wir duch ablesen des Zählers festgestellt.

Der Zähler darf sich nicht drehen, wenn alle Wasseranschlüsse im Haus und Garten etc zu sind.

Den Zähler kontrollieren zu lassen ist eine recht teure Angelegenheit, die sich wirklich nur lohnt, wenn man sich 100% sicher ist.

Und im Zweifelsfall würde ich einen Plombier holen.
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Schöne Grüße - Yoyo
Yoyo
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Samstag 10. November 2012, 18:14

PS: Da sind auch einige Infos:

http://forum.lesarnaques.com/habitation ... 26532.html

Bei verschiedenen Messungen (Tipp von herbertp im Beitrag weiter oben) zum Beispiel einen Huissier holen.
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Schöne Grüße - Yoyo
erica
Beiträge: 28
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Montag 12. November 2012, 10:47

Herzlichen Dank für die Antworten.
Unser Haus ist ganzjährig bewohnt und es hat sich nichts geändert (Pool ist immer schon da, Arrosage auch) Der Unterschied zu den letzten Rechnungen (die auch schon sehr hoch waren) beträgt 200 Kubik. Der Zähler bewegt sich nicht, wenn kein Wasser läuft. Wir lesen jetzt wöchentlich den Stand ab. Die letzten Wochen haben wir pro Woche ca. 2 Kubik verbraucht, was ja auch akteptabel ist.
Wenn irgendwann wieder ein "Knaller" kommt werden wir wohl den Zähler überprüfen lassen müssen.

Gruss aus dem Süden
Erica
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Aperdurus
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Montag 12. November 2012, 15:53

Salut Erica,

-es werden häufig zu große Wasserzähler eingebaut. Sie messen Kleinmengen falsch, und zwar kann das bis zu 10% ausmachen. Auf dem Zählerblatt ist hinter den Buchstaben Qn eine Zahl. Es sollte ein Qn 1,5 oder Qn 2,5 eingebaut sein. Wenn größer, auf jeden Fall reklamieren.
-Neuerdings gibt es fernablesbare Zähler. Die sind auch mit Fehlern behaftet, weil der Zählerstand per Funk übertragen wird. Sind andere Zähler in der Nähe, kann eine Fehlinformation vorkommen.
-Eine hängengebliebene Spülkastenarmatur kann bis zu 1 cbm/h verbrauchen, ohne dass es bemerkt wird. Ich spreche da aus eigener Erfahrung mit meinem Gästehaus. Viele französischen Spülkastendeckel sind aus Porzellan und nur lose aufgelegt. Wird der Deckel verschoben, können vor allem die Spüler, die von oben betätigt werden, zum Hängenbleiben neigen.

Eine überhöhte Rechnung durch Fehlablesung ist nicht besonders tragisch, weil sich bei der nächsten Ablesung das wieder korrigiert. Es wird ja fortlaufend gezählt. Diese starken Schwankungen passieren bei mir laufend. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die französischen Wasserlieferanten auf diese Art und Weise ihre Bilanzen korrigieren. Ist übrigens bei Strom ganz genauso. :mrgreen:

Der Tipp, alles an Wasser abzustellen und dann kontrolliert mit einem großen Gefäß den Verbrauch auszulitern, ist gut. Diese Messung ist genau und kann auch reproduziert werden. Aber dazu sollte das Gefäß/ der Behälter mindestens 500 l Inhalt haben.

Gruß aus der Drôme
Aperdurus
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Sonntag 25. November 2012, 14:53

Hallo Ihr Lieben,
den Oberknaller hatte ich diese Woche in der Post. Ein Schreiben der VEOLIA mit, Auszug: Compteur Arrosage:
Votre dernier releve de compteur indique une augmentation inhabituelle de votre consommation (index 4399, soit unde consommation de 2099 m3!!!!!

Wenn ich mich nicht verrechnet haben sind das 2,1 Millionen Liter Wasser, das geht doch gar nicht. Unser Haus müsste dann doch förmlich unterspült sein.
OK, wir haben uns in diesem Jahr einen Pool bauen lassen, aber da passen nur 75m3 rein. Ich weißt nicht mal genau ob die Pool-Firma Arrosage oder Trinkwasser in den Pool hat laufen lassen.

Irgend etwas kann da nicht stimmen. Wie würdet ihr weiter vorgehen?

Übrigens, wir nutzen unser Haus max. 4 Monate im Jahr, ansonsten steht es leer, nur Arrosage läuft. Trinkwasser stellen wir generell ab, schon wegen der Versicherung.

Gruß aus Hamburg
Michael
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Aperdurus
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Sonntag 25. November 2012, 22:46

Salut Michael,

nur mal um die Größenordnung zu verdeutlichen.
Ein 1/2" Gartenschlauch liefert ca. 1-1,2 m³/h. In 24 h, also 1 Tag fließen durch ihn 25 m³ Wasser. Um die genannte Wassermenge zu verbrauchen, würde er also rund 84 Tage ganztägig laufen.
Legen wir einen normalen Verbrauch im Haus von max. 200 m³ pro Jahr zugrunde, wären es immer noch 75 Tage, in denen ununterbrochen Wasser durch den Schlauch fließen müsste.

- Du solltest von jemanden den Stand der Wasseruhr ablesen lassen. Vielleicht auch die Nr, dieser Wasseruhr. Dann vergleichst Du diesen mit dem Stand auf der letzten Rechnung. Der Wasserzählerstand ist auf jeden Fall auf der Rechnung zu ersehen. Ist die Differenz tatsächlich in dieser Größenordnung von 2000 m³, ist nachzuforschen, ob evtl. die Wasseruhr ausgewechselt wurde. Auch dies ist anhand der Rechnung nachzuvollziehen.
Hat das Schwimmbad eine automatische Frischwassernachspeisung, die nach dem Niveau geregelt wird? Dann könnte auch eine nicht vollständig geschlossene Absperrarmatur Wasser unbemerkt in den Kanal abführen. Leider werden häufig Entleerungen und Schlammwasserabläufe direkt an den Kanal angeschlossen. Eine Undichte ist dann nicht zu erkennen.
Ist das Schwimmbecken selbst dicht? Alle Zu- und Ableitungen absperren und den Wasserspiegel täglich messen.

Dies sollen einige Anregungen sein, der unangenehmen Sache auf die Spur zu kommen. Ohne genaue Kenntnis des Systems ist aus der Ferne natürlich wenig Zuverlässiges zu sagen. Stichworte sind Trennung Arrosage / Trinkwasser. Gibt es einen Zusammenhang mit dem Schwimmbad? Sind evtl. Leitungen gebrochen. Schwachpunkte sind stets die Anbindungen der erdverlegten Leitungen an Fixpunkte wie Becken, Gebäude oder Schächte. Beim Verfüllen und Verdichten des Erdreichs um die Leitungen herum ist es leider fast die Regel, dass Leitungen beschädigt werden. Zu erkennen sind Undichten manchmal dadurch, dass die Erde sich an bestimmten Stellen absenkt.

Viel Erfolg bei der Suche und Gruß aus der Drôme
Aperdurus
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Bernd und Heide
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Montag 26. November 2012, 14:49

Hallo, 2000m³ist schon viel bei nur 4 Monaten Aufenthalt.
Ich würde unbedingt die Arrosage genauestens überprüfen. Läuft sie auch in eurer Abwesenheit?
Wir hatten mal 1200m³ in unserer "schlimmsten" Zeit (ganzjährig!), als wir viele Neuanpflanzungen im Sommer zu versorgen hatten.
Wir hatten eine Arrosage eine Zeitlang mit (Weich-)Kunststoff-Rohren, eine einzige Kathastrophe. Da das System spät nachts arbeitete, haben wir das Problem erst gemerkt, als wir mal morgens um 3 Uhr nach Hause kamen. Wasserfontänen spritzten durch den Garten. Die Schläuche waren durchgebissen (evt. Schlangen, Hasen, Mäuse...).

Bonne chance, Bernd.
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