Konto - Strom - Wasser - Telefon

Renovieren, Kaufen, Mieten, Bauen, Grund- und Hausbesitz in Frankreich
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HansV
Beiträge: 8
Registriert: Montag 23. August 2004, 16:57

Montag 27. September 2004, 09:05

Hallo,

wenn nichts mehr dazwischenkommt, haben wir in Frankreich ein Haus erworben, das zunächst als Ferienhaus dienen soll. Der Verkäufer sitzt ebenfalls in D und spricht
kein franz. Für den Kauf wird natürlich ein deutschsprechender Notar eingesetzt.
Jetzt kommen die Schwierigkeiten. Strom, Wasser, Telefon
alles ist abgemeldet.
Jetzt kommt die Frage; was kann ich tun, damit das ganze
möglichst schnell geht, und in welcher Reihenfolge.
Ich fürchte, dass es da Abhängigkeiten gibt. Auch sollte
alles möglichts kompakt gehen, da die Anfahrt immerhin 950 km betragen. Den Schlüssel habe ich bereits, den Notarvertrag allerdings noch nicht (auch noch keinen Termin)

Für Hilfe vielen Dank


Hans
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Pariser
Beiträge: 287
Registriert: Dienstag 10. Dezember 2002, 11:30
Wohnort: Von der Seine an die Elbe

Montag 27. September 2004, 09:34

Bonjour,

Ich fürchte ohne einen Eigentumsnachweis geht erst mal nichts.
Wenn dann dieser in französisch existiert kann man bei einer lokalen Bank ein Konto eröffnen. Es empfielt sich hier ein wenig flexibel und verhandlungsbereit zu sein, da i.d.R. für die Eröffnung eines Kontos eine GWS-Rechnung (Gas-Wasser-Sch..) seitens der Bank benötigt wird.
Nach der Eröffnung des Kontos können dann auch Elektrizität, Wasser und Telefon angemeldet werden; für all das benötigt man wiederum den Eigentumsnachweis und eine GWS-Rechnung bzw. Bankverbindung.
Wichtig ist zu beachten dass auf allen Rechnungen der eigene Name und die korrekte Adresse des Hauses stehen - also bloß nicht sagen man nutzt es nur als FeWo und wohnt selber in D.

Vielleicht haben ja andere Forumteilnehmer noch ein paar Erfahrungen beizusteuern?

Gruß, Pariser
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vigneredonne
Beiträge: 61
Registriert: Montag 3. November 2003, 20:16

Montag 27. September 2004, 23:26

Salut,

total korrekt: erst mal muß ein Eigentumsnachweis vorhanden sein.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß man dann als erstes Strom beantragen sollte, das läuft innerhalb 2 Stunden total unkompliziert ab, auch telefonisch!
Danach kann man in der Regel relativ unkompliziert sämtliche weiteren Anmeldungen vornehmen, immer mit Hinweis auf die EDF(Strom)-Registrierung.

Gruß
Lilo
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Stefan Cilimba
Beiträge: 186
Registriert: Samstag 13. April 2002, 22:38
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Montag 27. September 2004, 23:58

Bonjour,
ein Bankkonto als non-resident kann man auch früher einrichten, das hilft evtl. bei den weiteren Sachen.
Wir haben hier nur Probleme mit CA, die sind hier nicht sehr gut.
Stefan
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Stefan Cilimba
St. Jory de Chalais Perigord Dordogne
Intercoop
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Dienstag 28. September 2004, 22:42

Hallo Hans!

Als wir unser Haus gekauft haben, hat unser Nortar alles erledigt, Strom und Wasseranmeldung.
Beides hat er angemeldet und als Rechnunganschrift unsere deutsche Adresse angegeben. Wir hatten damit keine Probleme. Wasser und Strom war bei unserem ersten Aufenthalt im Haus also vorhanden.
Freunde von uns haben letztes Jahr ein Haus gekauft auch nur für die Ferien. Dort lief es ebenso.
Sprich doch einfach mal mit dem Notar.

Ein Bankkonto in Frankreich habe ich erst später eröffnet. Auch bei der Eröffnung des Kontos habe ich lediglich die Kopie des Notarvertrages vorgelegt. Das ging ganz problemlos.
Auch beim Telefon habe ich keinen großen Nachweis gebraucht. Dort habe ich nur die Adresse angegeben.
Meine Rechnungen (Strom, Telefon, Wasser, Steuern usw.) bezahle ich noch meistens über mein deutsche Bankkonto. Dieses geht mit online-Banking inzwischen sehr problemlos. Auch bezahlt man keine zusätzlichen Gebühren mehr für Auslandsüberweisungen. Ich habe bei allen nach dem Bankkonto, dem Swift und der IBAN gefragt.

Gruß
Jutta
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Eve
Beiträge: 183
Registriert: Dienstag 11. Juni 2002, 20:33
Wohnort: Caen

Mittwoch 29. September 2004, 11:12

Salut!

Das ist interessant:

"Dieses geht mit online-Banking inzwischen sehr problemlos. Auch bezahlt man keine zusätzlichen Gebühren mehr für Auslandsüberweisungen."

Ich habe in Deutschland zur Deutschen Bank und in Frankreich bei der BNP Parisbas ein Konto eröffnet, da die beiden Banken zusammenarbeiten und ich nichts zahlen muss wenn ich vom Automaten Geld meines deutschen Kontos abhebe.
Da ich aber nun das Einkommen hier in Frankreich habe, also auf mein französisches Konto, hebe ich eigentlich kein Geld mehr direkt vom deutschen Konto ab.
Ich möchte eigentlich die Bank wechseln, habe aber bisher gezögert, da ich diesen Vorteil nicht missen wollte.
Also online-banking keine zusätzlichen Gebühren... das ist vielleicht eine Lösung. Ich würde gerne zu Credit Agricole gehen, da mein Freund auch dort ist und einen Bänker "des Vertrauens" dort hat... so wir unser Familien-Sparkassen-Mann in Deutschland ;)

Ich werde mich mal erkundigen und evt. die Bank wechseln.

eve*
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Rainer-Der-Elle
Beiträge: 28
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Wohnort: Paris-Pantin

Freitag 1. Oktober 2004, 10:14

Beim Online-Banking ist es die "EU-Standardüberweisung", welche den kostenlosen Geldtransfer ermöglicht (dies gilt zumindest für die Commerzbank). Zahle in dieser Form hier in Paris ebenfalls EDF, Noos, Miete, etc. ... - alles ausschliesslich vom deutschen Konto. Auf die Einrichtung eines frz. Kontos konnte ich daher getrost verzichten.
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Fröhlich durch's Leben!
Eve
Beiträge: 183
Registriert: Dienstag 11. Juni 2002, 20:33
Wohnort: Caen

Freitag 1. Oktober 2004, 12:49

Salut!
Interessant, werd mal bei der Deuteschn Bank nachfragen, aberwie zahlst du sonst? Deutsche EC Karte? Kostet das nicht um die 5 Euro?

eve
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Intercoop
Beiträge: 107
Registriert: Samstag 6. Dezember 2003, 23:36
Wohnort: F- 35 (Ille et Vilaine)/D-Hessen

Sonntag 3. Oktober 2004, 19:00

Bonjour Eve!
Ich habe auch ein Konto bei der Deutschen Bank. Das mit der online-Überweiseung nach F funktioniert tadellos als EU-Standardüberweisung. Kosten entstehen keine zusätzlichen oder höheren.
Ich bezahle mit der EC-Karte von meinen Konten oder aber mit Visa- oder Euro-Karte ohne zusätzliche Gebühren.
Wenn ich Bargeld brauche gehe ich mit der Karte der Deutschen Bank an einen Automaten der BNP.
Als es den Euro noch nicht gabe, hatte man die Wechselgebühren noch zusätzlich. Das ist aber jetzt weggefallen.
Teuer wird die Bargeldbeschaffung nur über die Kreditkarten.
Die EC-Karten und auch die Kreditkarten werden in F eigentlich immer angenommen. Ausnahmen gibt es schon noch, die sind aber selten.
mfg
Jutta
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Bernd
Beiträge: 22
Registriert: Freitag 11. April 2003, 19:29
Wohnort: Gummersbach

Dienstag 12. Oktober 2004, 21:15

Hallo Hans,
erst einmal meinen Glückwunsch zu eurem Hauskauf.
Indem ich meinen Senf dazu gebe und von eigenen Erfahrungen berichte, widerspreche ich teilweise den bisherigen Darlegungen, teilweise bestätige ich sie. Mit der Einrichtung eines Girokontos würde ich auch beginnen, und hierzu auch mein Beitrag. Es ist empfehlenswert, um gleich bei den anderen Anmeldungen Bankeinzugsverfahren (prélèvement automatique)festlegen zu können. Das ist in F noch mehr zu empfehlen als in D, weil sich Überweisungen (virement occasionel) so schwierig gestalten, dass ich sagen möchte: es gibt gar keine Überweisungen in der uns vertrauten Weise. Du kannst aber durchaus unter deiner deutsche Adresse schon jetzt ein Konto eröffnen, zumindest bei La Poste ist das möglich. Ich habe da ein Konto eröffnet, als ich noch gar kein Haus hatte, sondern noch auf der Suche danach war. Da ich also noch kein EDF-Kunde war, konnte ich keine EDF-Rechnung mit nachgewiesener Adresse vorlegen. Ohne Rechnung der EDF kann La Poste aber nicht sicher sein, ob die angegebene Adresse in D stimmt. Mein Hinweis auf die Adresse auf meinem Personalausweis wurde beharrlich ignoriert. Dafür kam dann später ein Werbeprospekt per Brief, und zwar als Einschreiben mit Rückschein. Jetzt war meine Adresse verifiziert. Mit dem Bankwesen in F habe ich Abenteuerliches erlebt: umständlich, träge und rückständig. Auch Onlinebanking gibt es nach meinem Informationsstand (vor 2 Jahren) nur rudimentär. Vielleicht erübrigt sich die Kontoangelegenheit für euch dadurch, dass Auslandsüberweisungen inzwischen ihren Schrecken verloren haben. Damit hat es Folgendes auf sich: von Brüssel wurde den Banken verordnet, ab Juli 2003 Auslandsgeldverkehr wie Inlandsgeldverkehr zu handhaben, online wie offline. Ich bin nicht ganz sicher, aber ich glaube, diese Verordnung betrifft nur die Eurozone und nicht die EU, schon gar nicht ganz Europa. Eine Überweisung von D nach F und umgekehrt kostet deshalb im günstigsten Fall gar nix mehr. Also sollte eigentlich auch ein Bankeinzug vom deutschen Konto möglich und zu vereinbaren sein. Unbares Bezahlen mit der Karte, die früher mal die EC-Karte war, ist seither auch problemlos und gebührenfrei, per VISA und Master sowieso. Die Gebühr bei Bargeldabhebungen kenne ich nicht. Soweit zum Thema Konto. Die Anmeldungen für EDF, Steuern, Müll, Telefon und Wasser haben bei mir auch der Notar und das Maklerbüro erledigt. Ich sehe da keine notwendige Reihenfolge. Bei der France Télécom kannst du ein Telefon ohne Eigentumsnachweis anmelden. Du kriegst immer eine andere Nummer als der vorige Inhaber.
Ich wünsche dir Geduld und gutes Gelingen.
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Bernd
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