Haus Bau Frankreich

Renovieren, Kaufen, Mieten, Bauen, Grund- und Hausbesitz in Frankreich
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deutschFranzösisch
Beiträge: 4
Registriert: Montag 22. März 2010, 23:08

Freitag 23. Juli 2010, 23:34

Hallo alle zusammen, ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben, es hat mir schon viele Fragen beantwortet! :-)
Mein Partner und ich haben uns vor einigen Jahren hier in Irland kennen gelernt. Er Franzose und ich Deutsch. Nun haben wir uns entschlossen, das wir wieder näher an zu Hause wollen, und haben uns entschlossen nach Frankreich zu gehen. aber erst wollen wir uns ein Haus bauen und alles fertig haben, bevor wir übersideln. Wir haben uns entschlossen ein stück land und ein haus mit einer diversen Baufirma zu kaufen. Und die Credite fonciere hat uns auch schon einigermassen wissen lassen das wir für unsere summe von 160000€ einen Kredit bekommen würden. Nun wollen wir aber nicht auf die Nase fallen und alle kosten im vorraus wissen. Und ich hoffe jemand der ein Haus gebaut hat kann mir helfen. 20% vom kaufpreis müssten wir haben um den Kredit zu Bekommen. Mit anwalt und so wissen wir, auch mit Versicherung. Kommen da irgendwelche versteckte Steuern auf uns zu, von der Bank oder so? Tax habitation geht klar, auch wegen Strom und Wasser anschluss. Aber was noch was einem vielleicht nicht im Sinn kommt oder erst später gesagt wird? Danke schon mal im vorraus....P.S.: nach einigen Jahren im Englischen vergebt mir meine deutsche rechtschreibung etc.... :-) Liebe Grüsse!
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Chanteclair
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Registriert: Sonntag 18. Juli 2010, 20:01
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Samstag 24. Juli 2010, 06:30

Hallo,
herzlich willkommen hier.
Ich verstehe nicht, warum jemand bauen will. Es stehen mehr als genug Häuser herum, die darauf warten, einen neuen Käufer zu finden, damit die Hypobank ihr Geld zurückbekommt. Da sieht man, was man bekommt, es kommen keine weiteren Kosten außer Notar und meistens Makler dazu (die letzteren Kosten kann man beim Preis oft herunterhandeln), und man kann sofort einziehen. Wenn man sich entschieden hat, in welche Gegend man ziehen will, findet man auch beim Trésor publique Aushänge, wo etwas versteigert wird.
Beim Bau kann die Baufirma schlampig arbeiten, Pleite gehen, obwohl sie Anzahlung erhalten hat, die Termine überziehen, und man hat nur Ärger.
Bei der steuerlichen Abschreibung steht man sich wohl beim Neukauf etwas besser, aber auch das kann sich immer wieder ändern.
Wenn man etwas bauen will, kann man ja eine Solaranlage aufs Dach bauen, ein Loch bohren und Erdwärme nutzen oder die nebenstehende Scheune, die man zum Haus dazubekommen hat, zum Hobbyraum ausbauen.
P.S.: Wenn du nur 160.000 Euro Kredit bekommst, soll die Kaufsumme wohl 200.000 Euro nicht überschreiten. Da mußt du schon weit in die Prärie fahren, um ein Haus bauen zu können, ohne daß ihr einen Finger rührt. Und ein großes Polster solltet ihr auch noch haben, um übe die Runden zu kommen. Arbeit ist auch nicht garantiert, auch nicht mit Arbeitsvertrag.
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Viele Grüße chanteclair
Gina
Beiträge: 57
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Samstag 24. Juli 2010, 07:38

Salut

In den letzen Jahren sind die Preise in Frankreich explodiert. Für 160.000,-- gibt es nicht mehr so viel Raum zu kaufen oder zu bauen. Wenn man selbst baut muß man den Bauplatz ja auch erst noch kaufen und dann bleibt nicht mehr viel Geld für das Haus.

Bei einem fertigen Haus kommt man meine ich günstiger weg vorallem kann man die Kosten besser kalkulieren.

Ich habe noch niemanden kennengelernt der bei einem Hausbau mit den veranschlagten Kosten auch ausgekommen ist. :roll: Und nichts schlimmer als das Haus kurz vor Beendigung verkaufen zu müssen.

LG Gina
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Aperdurus
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Samstag 24. Juli 2010, 07:59

Salut,

absolut richtig, was Gina und Chanteclair geschrieben haben.

Ergänzend noch: Wenn Du ein Haus für € 200.000.- bauen willst, solltest Du die Finanzierung für eine Summe von 240.000.- stehen haben. Denn wahrscheinlich wird - bei aller Kontrolle - die ursprünglich vorgesehene Summe überschritten werden.
Außerdem ein Haus bauen zu wollen, ohne dabei zu sein, um zu kontrollieren und zu entscheiden, das kann nur schief gehen.

Gruß aus der Drôme
Aperdurus
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"Die Drôme, das ist das Zusammentreffen der Alpen und der Provence, deren warmherzigen und duftenden Akzent sie schon besitzt."
deutschFranzösisch
Beiträge: 4
Registriert: Montag 22. März 2010, 23:08

Samstag 24. Juli 2010, 10:36

Hallo!

Danke für eure antworten!
Nun ja, wir hatten uns einige Häuser angeschaut, aber wir hätten für unsere Preisspanne noch viel machen müssen. Deswegen haben wir uns entschlossen neu zu bauen. Das wegen der Baufirma, mit der hatte schon seine Eltern gebaut. Und es gibt auch einige garantien auf das Haus. Seine Eltern würden für uns den Bau kontrollieren, da ich die Angst hatte wie ihr schon sagtet mit mit Baumängel etc. Geld fürs Haus und Kredit its klar. Alles was ich wissen wollte, ist ob da versteckte Steuern oder Kosten sind. Wegen Arbeit, ich packe nicht morgen meine Koffer und siedle über. Da haben wir uns auch schon gedanken gemacht. Wenn wir müssen warten wir solange bis sich alles ein bischen entspannt.
liebe grüsse aus
Irland
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Bellie
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Registriert: Samstag 8. September 2007, 10:37

Samstag 24. Juli 2010, 11:10

Ein großer Vorteil des Neubauens besteht auf jeden Fall darin, dass man seine eigenen Ideen verwirklichen kann: Anzahl der (Schlaf)zimmer, Bäder, halt die ganze Aufteilung.

Wir hatten uns schon vor Jahren fertige Häuser angeguckt und dann entschieden: das ist nichts für uns, vor allem auch die "alte" Akustikbauweise: sprich überhohe Hellhörigkeit (die wir in den Jahren der Ferienhausmiete leidvoll kennengelernt haben) ..... TV gucken im Wohnzimmer und nebenan schlafen: unmöglich!

Da wir schon in D gebaut haben, und (sogar) dort festgestellt haben, dass es ohne eine persönliche Baukontrolle nicht geht, steht für uns für F auch fest: wir werden vor Ort wohnen und (jeden) Bauschritt überwachen..... Aus der Ferne bauen lassen , das geht nicht.

Nur Mut! Laßt euch doch auch noch von anderen Baufirmen Pläne erstellen und vergleicht, vielleicht haben die noch andere Ideen ua.
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Viele Grüße, Bellie
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Chanteclair
Beiträge: 238
Registriert: Sonntag 18. Juli 2010, 20:01
Wohnort: Elsass

Samstag 24. Juli 2010, 12:23

deutschFranzösisch hat geschrieben: Das wegen der Baufirma, mit der hatte schon seine Eltern gebaut.
Hallo, das
bedeutet natürlich nicht, daß es diese Baufirma auch noch in einem halben Jahr gibt. Hier bei mir in der Gegend verschwinden die alle halben Jahre in einen Konkurs und stehen unter dem Namen des Sohnes / der Ehefrau wieder auf.
Eine aktuelle Kostenaufstellung kann ich hier reinschreiben, ist aus meiner Nachbarschaft von April 2007:
Grundstück (15 Ar): 60.000 Euro
Hauskosten (Holzhaus, nicht unterkellert, steht auf einer Betonplatte): 197.000 Euro
Frais divers (étude technique, étude géologique ...) 3000 Euro
Provision pour frais d'acte d'achat 5.500 Euro
honoraires de négociation: 6.000 Euro).
Zusammen 271.500 Euro.
Die Betonplatte hatte 3 cm Höhenunterschied.
Es waren Nachbesserungen im Dachstuhl nötig, die Fenster waren verzogen.
Das Dachgeschoß ist immer noch nicht fertig zum Bewohnen. Der Eigentümer wollte auch viel selbst machen, sonst wäre die veranschlagte Bausumme sicher noch höher gewesen. Aber auch so reicht sie nicht aus. Ohne Eltern, die ihnen unter die Schultern greifen, würde es schon schlecht um sie bestellt sein.
Worauf muß man beim Hausbau achten?
Was mir gerade einfällt:
1. Bauversicherung? Was passiert, wenn abends die Türen und Fenster geliefert werden und sie am nächsten Morgen nicht mehr auf den Paletten stehen?
Was passiert, wenn sich jemand einen Spaß macht und die gerade installierten Heizkörper rausreißt etc.?
2. Erschließungskosten?
3. Außenkosten, das sind der Garten sowie der Zufahrtsweg?
4. Welche Kosten berechnet die Telecom für den Anschluß?
5. Welche Kosten berechnet der Stromanbieter für den Anschluß?
6. Welche Kosten berechnet der Wasseranbieter für den Anschluß?
Wenn man mit dem Bauträger einen Preis vereinbart (immer Zug um Zug zahlen!) ist der bindend, einige Prozente (5%?) können einige Jahre für eventuelle Gewährleistungsansprüche zurückbehalten werden.
Wenn natürlich während der Bauphase Extra-Wünsche kommen, also die Fenster doch in Alu statt Holz, statt Fliesenfußboden Parkett, dann hat man keine Kontrolle mehr über die Preise.
Dann kommen jährlich natürlich die Taxe d'habitation und die Taxe foncière hinzu (vorher anfragen, was das kostet, können schnell mal 1500 Euro/Jahr sein, beide zusammen).
Hinzu kommt natürlich eine Gebäudebrandversicherung für die Mauern und fürs Inventar, kann schnell mal 700 Euro/Jahr betragen.
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Viele Grüße chanteclair
deutschFranzösisch
Beiträge: 4
Registriert: Montag 22. März 2010, 23:08

Samstag 24. Juli 2010, 23:20

[quote="Bellie"]Ein großer Vorteil des Neubauens besteht auf jeden Fall darin, dass man seine eigenen Ideen verwirklichen kann: Anzahl der (Schlaf)zimmer, Bäder, halt die ganze Aufteilung.

Genau deswegen wollten wir selben bauen, und seine Eltern würden für uns den Bau beobachten.
Was ich damit meinte das eine eltern schon mit der Bau firma gebaut haben, das sie serious zu seinen scheint. Alles ist vertraglich geregelt. War was falsch, wurde mit anwalt gedroht und zack war es richtig. Nun ja war for 30 Jahren... Chanteclaire sie haben schon recht, es könnte sein, das sie pleite macht grade wenn wir anbezahlt haben. Und auch danke für die ganzen Kosten die Sie mir aufgezählt haben!!! Das sind genau solche informationen die ich haben wollte!!!!

Liebe Grüsse!
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Bellie
Beiträge: 759
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Sonntag 25. Juli 2010, 16:55

Chanteclair hat geschrieben: Hauskosten (Holzhaus, nicht unterkellert, steht auf einer Betonplatte): 197.000 Euro
Weißt du von welchem Hersteller das Holzhaus ist? Wir wollen auch ein Holzhaus errichten lassen und würde gerne noch ein Vergleichsangebot einholen. Danke :D
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Viele Grüße, Bellie
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Chanteclair
Beiträge: 238
Registriert: Sonntag 18. Juli 2010, 20:01
Wohnort: Elsass

Sonntag 25. Juli 2010, 18:03

Bellie hat geschrieben:Weißt du von welchem Hersteller das Holzhaus ist?
Aber natürlich, Bellie:
http://www.finnimport.fr/
Solche Häuser gibt es aber sicher auch von Deutschland aus, so daß sie dann meistens billiger sind. Kann man vielleicht sogar an der MWSt sparen?
Bild
Bild
Das Haus ist mit einem großen LKW über die Ostsee gekommen und hier von einem Bautrupp aus der Gegend ohne Kran etc. aufgebaut worden. Das war ihre tägliche Arbeit.
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Viele Grüße chanteclair
Bellie
Beiträge: 759
Registriert: Samstag 8. September 2007, 10:37

Sonntag 25. Juli 2010, 18:43

Bei uns in der Vendee gibt es die Firma ARCADIAL, das Musterhaus haben wir besichtigt und auch ein Angebot erstellen lassen. Sehr nette Leute, ich fand nur den Gesamtpreis etwas hoch, deshalb wäre ein Gegenangebot gut. Wobei eine örtliche Firma sich natürlich mit den Gegebenheiten vor Ort auskennt, auch in Punkto Meernähe , Vorschriften (wir dürfen z.B. nur weiße Hausmauern haben, eine bestimmte Dachziegelfarbe, ua.)

Danke für deinen Link und die Fotos. :wink:
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Viele Grüße, Bellie
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