Dosenbier

Tipps & Fragen zu Restaurants, Wein, regionalen Spezialitäten, Rezepten etc.
textspecht
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Sonntag 6. Oktober 2002, 00:33

Salut,
Faßbier hatten wir schon, jetzt geht es um Dosenbier. Ich weiß, daß mich einige Leute für dieses scheinbare Sakrileg — Dosenbier im klassischen Weinland Frankreich! — kreuzigen möchten. Aber ich weiß auch, daß viele Nord- wie Südeuropäer am Abend eines heißen Tages ein gutes deutsches Markenbier sehr schätzen. Zumal es nur 40-50% des Alkoholgehaltes hat, ohne den ein vernünftiger Wein nun mal nicht auskommt.

Fragen dazu:
a) Kennt jemand eine professionelle Bezugsquelle für bezahlbares deutsches Markenbier in Dosen/Flaschen? (Metro ist uns bekannt, liefert aber in F nicht gerade deutsche Premium-Biere.)
b) Wie sieht es in F mit separatem Dosen-Recycling aus? (Glas-Recycling ist uns geläufig — aber Dosen?)

Mit Gruß und Dank — Heinz-Günter Specht
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Bonzo
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Montag 7. Oktober 2002, 10:04

Salut Textspecht,

bei LIDL in Pont St. Esprit soll es angeblich ein deutsches Bier aus Schwaben in Flaschen geben. Ich selbst habe es noch nicht getestet, da ich mit KRO ganz gut leben kann, auch wenn es teurer ist als LIDL-Bier. In Dosen wird auch ein deutsches Bier bei LIDL angeboten, das ist genau so schwer zu genießen, wie die Billig-Biere in D, aber wer einen guten Magen hat und zudem eine Aspirin-Reserve, kann sein Glück mal versuchen...

In den großen Supermärkten in den Ferienregionen ist auch gutes deutsches Bier in den Regalen, nur dieses ist auch superteuer. Für eine Flasche Bitburger mehr als 2 Euro zu bezahlen, sind wahrscheinlich nur die Wenigsten bereit.

Viel Glück beim Selbstversuch...

Bonzo
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Stefan Cilimba
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Montag 7. Oktober 2002, 11:15

Bei uns fängt die Getrenntsammlung von Flaschen und Dosen langsam an.
wir haben uns aus D gelbe Säcke besorgt, die werden auch problemlos mitgenommen.
Stefan
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Stefan Cilimba
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Stefan Cilimba
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Montag 7. Oktober 2002, 11:21

Hallo, ich hab noch was vergessen.
Die Metro hier liefert auch EKU Pils sowie Erdinger in Flaschen und Paulaner Hefeweizen in Dosen.
Falls die das nicht auf Lager haben, einfach nachfragen und bestellen, die nehmen nämlich Sachen die nicht gut gehen aus dem Sortiment.
Stefan
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Stefan Cilimba
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textspecht
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Dienstag 8. Oktober 2002, 00:10

Salut,
dachte ich’s mir doch, daß sich da wieder dieselben Experten melden. ;)
Wirklich herzlichen Dank für Ihre Tips. Aber mir geht es um RICHTIG GUTES Bier, also nicht das Zeug von Lidl, Aldi & Co. Das können wir zahlenden deutschen Gästen nicht anbieten, das Zeug kennen sie von daheim als Billigprodukt.
Bayrisches Bier? Hmm, sorry, aber ich dachte eher an etwas, das man mit Genuß trinken kann, wie etwa Jever, Veltins, König oder auch Bitburger. Auch im Saarland gibt es erstaunlich brauchbare Biere, z.B. Karlsberg, Becker usw.

Irgendwo muß es doch auch in F Großhändler geben, die einem gegen Gewerbenachweis 2.-3.000 Dosen verticken, ohne dafür die Apothekenpreise französischer Supermärkte abzuzocken. Denke ich mir so in meinem kleinen Ostfriesenköpfchen.

Wenn Trittin in Deutschland mit seinem Dosenpfand durchkommt, bringe ich die leeren Dosen anschließend nach Deutschland (plattgeklopft passen bestimmt 10.000 in meinen Berlingo) und kassiere je Dose 0,50 Euro Pfand. Wird ein tolles Geschäft...
Beste Grüße — Heinz-Günter Specht
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Stefan Cilimba
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Dienstag 8. Oktober 2002, 08:37

Karlsbräu, Warsteiner, Krombacher u.a. gibt es bei verschiedenen regionalen Bierverlagen. Ob die auch Dosen liefern können müsste man rausfinden. Wir hatten diesen Sommer im Restaurant Becks vom Fass. Also nicht nachlassen!!!
Stefan
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Stefan Cilimba
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textspecht
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Mittwoch 30. Oktober 2002, 21:04

Neues von der Dosenbier-Front:
Pressemeldungen zufolge plant die frz. Regierung die Steuern auf Starkbier in DOSEN derart anzuheben, daß pro Dose (0, 3 oder 0,5 ???) satte 4 Euro Steuern fällig werden. Begründet wird das mit dem Schutz der Jugend vor dem Starkbier, das 8 Volumen-Prozent (oder mehr) Alkohol enthält.
Französischer Rotwein hat 12-13 % vol. Alkohol. Aber vor dem muß man die Jugend offenbar ebensowenig schützen wie vor Starkbier in FLASCHEN, das von einigen nordfranzösischen Brauereien angeboten wird.
Da kann sich jeder seinen eigenen Reim drauf machen.
textspecht
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textspecht
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Dienstag 5. November 2002, 22:02

Stefan Cilimba schrieb:
Karlsbräu, Warsteiner, Krombacher u.a. gibt es bei verschiedenen regionalen Bierverlagen.
Salut,

sorry, diesen erzwichtigen Hinweis hätte ich fast vergessen (manchmal hat man ja auch noch ein paar andere Sorgen als das Gästebier im Süden, obwohl das verdammt wichtig sein kann). Jedenfalls besten Dank für den Hinweis.
Die Marken sind ok, wobei Karlsbräu (Saarland) vermutlich von allen genannten Marken die beste Marktabdeckung hat. Meine persönliche Anfrage an Karlsberg (so heißt die Brauerei in Deutschland, die sich im Ausland aber wegen der dänischen Konkurrenz mit C nicht so nennen darf) nach Großhändlern in Südfrankreich blieb leider bislang ohne Antwort.
Wir sind nicht auf Flaschen oder Dosen fixiert, nur auf feste Gebinde, weil wir keine Licence IV haben und wollen.
Haben Ihre Lieferanten im Perigord vielleicht Kollegen (mit eMail-Adresse) in Ardéche/Gard?
Bei den allgemeinen EK-Preisen für (gutes!) deutsches Marken-Bier in Frankreich habe ich oft die Befürchtung, daß uns die VK-Preise weglaufen. Sehr guter Wein kommt in F billiger als ein gepflegtes Bier, das aber von vielen Gästen einfach mehr geschätzt wird (löscht den Durst, hat weniger als halbsoviel Alkohol wie Wein), sogar von vielen Franzosen.
Über Einkaufsquellen und mögliche gewinnspannen können wir uns bei Bedarf auch über direkte Kanäle austauschen.

Beste Grüße, Textspecht
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textspecht
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Dienstag 5. November 2002, 22:14

Nachtrag zu 007:

Von der Metro Nîmes waren wir sehr enttäuscht: Ein kleiner Laden mit sehr begrenztem Sortiment, nichtmal ein Schatten von dem, was wir von der Metro in Deutschlands Südwest-Provinz gewohnt sind.
Biertechnisch schlechter sortiert als mancher Endverbraucher-Hypermarché. Außer dem erwähnten "Brauburger" (das praktisch ein NoName ist) kein deutsches Bier zu realistischen Preisen. — "Es gibt kein Bier auf Hawaii..."

Gruß, Textspecht
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BeateMüller
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Dienstag 31. Dezember 2002, 17:37

Keine Chance dem Dosenpfand ! Bürger wehrt euch . Es ist Zeit für den " Aufstand der Anständigen" !!
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Stefan Cilimba
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Mittwoch 1. Januar 2003, 10:52

Keine Chance den Dosen!!
Bürger, wehrt Euch gegen die Manipulation der Dosenindustrie und kauft nur noch Pfandflaschen, sonst ergeht es Euch wie bald den Franzosen, die an Ihrem Plastikdreck irgendwann ersticken werden, oder den Dreck mit viel Dioxinausstoss und anderem Gift verbrennen.
Stefan
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Stefan Cilimba
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textspecht
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Mittwoch 1. Januar 2003, 21:16

Salut,

was soll das Dosenpfand in Deutschland? Das ist ein reines Politikum, das — wie schon die sogenannte Ökosteuer — keinerlei praktische Auswirkung auf die Ökologie des Landes hat. Denn Dosen für Bier, Mineralwasser, Cola etc. tragen auch bisher schon den "grünen Punkt", d.h. der Verbraucher zahlt schon seit Jahren für die ordnungsgemäße Wiederverwertung (= Recycling) der Metalldosen, die übrigens auch ganz einfach sortenrein getrennt werden können.
Was Herr Trittin da inszeniert, ist eine dieser typischen Rechthabereien, die nur der Partei und sonst niemandem nutzen.

Verständlich, wenn Herr Cilimba gegen Dosen wettert. Er besitzt schließlich eine rare und teure »Lizenz IV« zum Faßbier-Ausschank, und als Betreiber eines Campingplatzes ist er vermutlich besonders stark davon betroffen, wenn seine sparsamen Gäste ihr deutsches Dosenbier mitbringen (und ihm statt Bierumsatz im Camping-Kneipchen nur leere Dosen in den Müllsäcken hinterlassen).

Aber es gibt auch andere Szenarien rund um die Dose. Zum Beispiel das anspruchsvolle Ferienquartier in Frankreich, das seinen deutschen Gästen nun kein vernünftiges, allgemein gern akzeptiertes Bier mehr anbieten kann (französisches Bier, inkl. Elsässer Bier, ist extrem fad und ebenso teuer) — jedenfalls nicht zu akzeptablen Preisen.
Die bisherige Möglichkeit, qualitativ erstklassiges Premium-Pils in Dosen aus Deutschland nach Frankreich zu importieren, entfällt damit.

Anderes Beispiel: Man steckt sich auf Reisen da und dort ein paar Cola-Dosen ein, für die es aber nur (gegen Verkaufsquittungen oder Pfandmarken) an der originären Verkaufsstelle das Dosenpfand zurück gibt. — Folge: Die unterwegs nicht einlösbaren Pfandbehälter fliegen erst recht in der Landschaft herum. Denn niemand macht auf dem Heimweg die Runde, um hier und da und dort seine Pfanddosen zurückzugeben.

Aus meiner Sicht ist Trittins Dosenpfand ein illegitimer Eingriff in den freien Handel innerhalb der EU, eine Beschneidung selbstverständlicher Bürgerrechte.
Mag sein, daß es im "Grünen Perigord", aus dem Her Cilimba berichtet, noch Müll- und Entsorgungsprobleme gibt. In zahlreichen anderen Regionen und Departements Frankreichs sind geordnete Entsorgung und Material-Recycling längst kein Problem mehr.

Ich bin — wie auch Beate Müller, siehe oben — der Meinung, daß Bürger sich gegen jede Bevormundung wehren sollten. Erst recht aber gegen unnütze Rechthabereien, die nur politische Gründe haben, der Bevölkerung ansich aber eher schaden als nützen. Denn, werter Herr Cilimba, die Ökobilanz von Dosen, PET-Flaschen oder Tetrapacks kann es längst mit jeder Glaspfandverpackung aufnehmen. Das Gegenteil zu behaupten, ist pure Augenwischerei.

Gruß, Textspecht
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Kati
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Donnerstag 2. Januar 2003, 17:52

Salut - Gruss aus der Gascogne:
a) bei uns im Intermarche gibt es 6packs (Flaschen) von Warsteiner, Bitburger, Paulaner, Heineken, und natürlich die französische Plörre, die Preise für die deutschen Marken sind gesalzen. In Dosen gibt es nur französisches Bier.
b) In Toulouse-City gibt es einen Bierverlag, der so ziemlich sämtliche Biersorten der Welt besorgt, einschließlich Fässer für z.B. Feste. Der Transport in die Ardeche lohnt sich bestimmt nicht...., aber vielleicht kennt er ja einen Kollegen bei euch.
c) Recycling: seit 1. Januar gibt es auch bei uns die gelbe Tonne: da kommt in erster Linie Papier und Metall rein und größere Plastikumhüllungen (z.B. PET-Flaschen etc.). Verunreinigtes Plastik oder Metall (z.B. Joghurt-Becher, Konserven mit Soßeninhalt etc.) sollen in den Restmüll.... das ist halt die französische Art, die Dinge pragmatisch zu sehen: einen Joghurt-Becher ausspülen ist wegen Wasserverschwendung eben NICHT ökologisch.

Im übrigen werden hier fast keine Dosen getrunken, Grund: man trinkt eigentlich nur Wasser und Wein und Armagnac :-)
Bonne année à tous,
Kati
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Phil
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Freitag 3. Januar 2003, 08:59

Hallo,

schön, daß mal wieder angeregter und kontroverser diskutiert wird.
Persönlich bin ich auch gegen das Dosenpfand, habe jedoch auch nur in Ausnahmefällrn welche gekauft. Zum Beispiel um sie dann auf Campingplätzen im grünen Perigor zu vertilgen ;-))
Aber jetzt mal ernsthaft, ich finde Textspechts Beitrag etwas polemisch und geschmacklos (wie Braumeister Bier in Dosen?). Ich kann mir nicht vorstellen, daß Steffan wegen des Umsatzes seiner Kneipe Bedenken gegen Dosen hat.
Zitat Textspecht:
""Aber es gibt auch andere Szenarien rund um die Dose. Zum Beispiel das anspruchsvolle Ferienquartier in Frankreich, das seinen deutschen Gästen nun kein vernünftiges, allgemein gern akzeptiertes Bier mehr anbieten kann (französisches Bier, inkl. Elsässer Bier, ist extrem fad und ebenso teuer) — jedenfalls nicht zu akzeptablen Preisen.""
- Zitatende -
In einem "anspruchsvollen" Ferienquartier stelle ich mir Dosenbier auch nicht sehr ädequat vor. Über Geschmack läßt sich ja streiten, wie Herr Textspecht allerdings den "Import" seines Premium Büchsenbieres günstig bewerkstelligt, würde mich dann doch interessieren? Im Kofferraum seines Kangoo?

Grüße
Phil
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Stefan Cilimba
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Freitag 3. Januar 2003, 21:03

Vielleicht sollte Herr Specht sich mal informieren (recherchieren!?!?), was eine Licence IV überhaupt bedeutet, bevor er hier wie immer seine ergiebige Unkenntnis verbreitet. Mit Dosen an sich hat Sie jedenfalls überhaupt nichts zu tun!
Stefan
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Stefan Cilimba
St. Jory de Chalais Perigord Dordogne
Wolfram Gagern
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Samstag 4. Januar 2003, 12:23

textspecht schrieb:
Aus meiner Sicht ist Trittins Dosenpfand ein illegitimer Eingriff in den freien Handel innerhalb der EU, eine Beschneidung selbstverständlicher Bürgerrechte.
Ein kleiner Beitrag zur politischen Bildung:

Das Dosenpfand ist eine Idee des damaligen CDU-Umweltministers Töpfer. Erst auf massiven Druck der Industrie wurde das seinerzeit eigentlich schon beschlossene Vorhaben wieder eingestampft, nachdem man sich auf einen Kompromiss einigte:

Wenn es die Industrie schafft, die Dosen vor der Haustür der Konsumenten einzusammeln und wenn so gewisse Rücklaufquoten erfüllt werden, dann lassen wir das mit dem Dosenpfand. Die Quoten wurden aber nicht pauschal, sondern pro Getränkegattung entwickelt, und wenn sie unterschritten werden, dann kommt das Pflichtpfandsystem.

Hieraus entstand dann der Grüne Punkt.

Da die zwischen CDU-Regierung und Industrie vereinbarten Rücklaufquoten nicht bei allen "Dosengetränkegattungen" eingehalten wurden, kam es jetzt zum teilweisen Pflichtpfandsystem bei Dosen (nur) bestimmter "Getränkegattungen" (Das Problem: "für welche Dose darf's denn ein Pfand sein" hat hier also auch seinen Ursprung).
Die "Ökobilanz von Dosen" kann es eben nicht längst mit jeder Glaspfandverpackung aufnehmen, wie textspecht behauptet (wobei ich mich hier nicht so unargumentativer Ausdrücke wie "Augenwischerei" bedienen möchte).
Dass die CDU jetzt dagegen wettert, ist zumindest merkwürdig, da sie den Prozess in Gang gesetzt hat.
Und wer einfach von "Trittins Pfand" spricht, verkennt die "Geschichte" des Dosenpfands.
Und wir "Bürger" sollten m.E. eher über das schlecht funktionierende "Duale System" schimpfen, als über das Dosenpfand, da ersteres nunmehr - eigentlich vorhersehbar - zum Dosenpfand geführt hat (mit welchem ich übrigens gut leben kann).

Das Tohuwabohu bezüglich der Dosenrücknahmen ist zudem auch von der Industrie bzw. vom Handel hausgemacht. Man hoffte dort allgemein auf einen Wahlsieg der CDU, die in diesem Fall angekündigt hatte, das Dosenpfand zurückzunehmen, und hat aus diesem Grund fahrlässig keine Vorkehrungen getroffen, ein vernünftiges Rücknahmesystem einzuführen.

Der Zusammenhang eines anspruchsvollen Ferienquartiers (noch dazu im Weinland par excellence) mit Bierdosen aus Deutschland erschließt sich mir im übrigen auch nicht so richtig, bzw. erscheint mir eher widersprüchlich. Ich habe selbst in meine anspruchslosen Ferienquartiere - wenn überhaupt - nur Flaschenbier mitgenommen und dann ohne große Magenschmerzen auf das Pfand verzichtet.

@BeateMüller: Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob dein Beitrag ironisch gemeint war oder nicht. Vielleicht klärst Du's ja noch auf ;)

In diesem Sinne *Wohlbekomm's*,
Wolfram
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Pariser
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Montag 6. Januar 2003, 14:41

Bonjour tout le monde - "hallo Deutschland"...
- wäre ich geneigt zu sagen, wenn meine freundliche Art mir nicht gebieten würde, allen erst mal ein
"BONNE ANNEE ET MES MEILLEURS VEUX"
zu wünschen!!!

Was allerdings diese Forumsdiskussion um's deutsche "Dosenpfand" angeht, so finde ich sie genauso unsinnig und nutzlos wie das Thema an sich - sorry.
Aus meiner Sicht gibt es zwei Wesentliche Punkte:
- dieses Politikum lenkt (mal wieder) von den wahren und wichtigen Problemen in der (deutschen) Gesellschaft ab und der Normalbürger lechtzt nunmal (wieder) nach Themen an denen er/sie sich (negativ) hochziehen kann; und
- die deutsche "Demokratie" hat mal wieder hochgradig versagt, da sie weder in der Lage ist, fähige Köpfe an die Macht zu bringen ("ja, was wähl' ich blos..??") noch mit Nachdruck grundlegende Reformen durchzubringen.

Meine Note an die Deutsche Regierung und (leider) auch an die jammernde, klagende und noch vorm Jahreswechsel fleissig billige Dosen hamsternde Bevölkerung: sechs - setzen, und Hausarbeiten machen!!
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Stefan Cilimba
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Montag 6. Januar 2003, 17:07

Tja mein Lieber, dann nenn mir doch mal ein paar fähige Köpfe!
Bei der Gegenwärtigen Opposition wirst Du da wohl kaum fündig werden.
Insoweit war es natürlich wieder nur die Wahl zwischen zwei Übeln und das kleinere Übel hat gewonnen.
Viele Grüsse
Stefan
Zuletzt geändert von Stefan Cilimba am Montag 6. Januar 2003, 17:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Stefan Cilimba
St. Jory de Chalais Perigord Dordogne
Uli Wenisch
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Montag 6. Januar 2003, 22:15

Hallo alle miteinander
Bonne année et meilleurs veux !
Sind seit heute nacht wieder aus Frankreich zurück und als ich heute morgen mit meinem Hund spazieren war, habe ich in einer Stunde 12 Bier- und Limodosen am Wegesrand eingesammelt. Die heb ich auf mit denen, die ich morgen finde und übermorgen usw., werfe sie dann ( nach Angaben des Supermarktes in ca. zwei Monaten) in den Rücknahmeautomaten und kassiere einen fetten Bon (Von dem gesparten Geld kaufe ich mir dann in Frankreich ein paar gute Flaschen rouge!) Ja, kauft doch weiter alle Dosen, werft sie weg – wir sammeln sie ein. Und der alte Aufkleber „Nur Deppen kaufen Dosen“ (übrigens 12 Jahre alt) kriegt einen Ehrenplatz.
Sonnige Grüße aus Bayern
Uli Wenisch
PS: Die meisten unserer Brauereien sind übrigens absolut für das Dosenpfand, und dass das bayerische Bier einen hervorragenden Ruf genießt, bestreitet wohl niemand. In guten(!) Restaurants (auch in Frankreich – hallo Stefan) wird es im übrigen aus dem Fass oder aus Flaschen ausgeschenkt.
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goerges3
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Samstag 11. Januar 2003, 21:51

Die Diskusison um das Dosenpfand empfinde ich als übertrieben aufgeregt. In USA gibt es Dosenpfand in einigen Staaten seit Jahren, ohne dass sich jemand aufregt.
Außerdem befremdet es mich etwas, dass Menschen die ins Ausland fahren glauben, nicht auf heimatliche Produkte verzichten zu können. Wäre es nicht erquicklicher, wenn man in der Zeit des Aufenthaltes mehr von der örtlicher Kultur und Lebensweise mitbekommen und mitmachen würde ? Zur Kultur gehört meiner Meinung nach auch Essen und Trinken.
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