Selbständig machen auch mit Zweitwohnsitz?

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Yan
Beiträge: 2
Registriert: Donnerstag 3. Februar 2005, 09:03

Donnerstag 3. Februar 2005, 11:43

Hallo zusammen!

dank der zahlreichen Beiträge habe ich bereits einiges erfahren über die Möglichkeiten eines Freiberuflers bzw. über die "micro-entreprise". Dennoch bleiben einige Fragen offen, die ihr mir hoffentlich beantworten könnt.
Ich lebe zur Zeit noch im schönen München, möchte aber mittelfristig an die noch schönere Côte d'Azur ziehen :-)!
Ich würde mich dort unten gerne als Anwendungsprogrammierer selbständig machen. Bevor ich allerdings den großen Sprung über die Berge wage, möchte ich zunächst nur für 6 Monate an die Côte d'Azur und mein Glück versuchen. Daher meine Fragen:

- Kann man sich in Frankreich auch dann selbständig machen, wenn man dort nur einen Zweitwohnsitz hat?
(Wichtige Info noch am Rande: ich habe die französische Staatsangehörigkeit ;-). )

- Welche Rechtsform würdet ihr mir für das Vertreiben von eigens entwickelten Anwendungen raten?
(Gewerbeschein in DE mit Zweiniederlassung in FRA, oder Freiberufler, oder micro entreprise?)

Danke schon mal im vorraus!

Yan
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Eve
Beiträge: 183
Registriert: Dienstag 11. Juni 2002, 20:33
Wohnort: Caen

Donnerstag 3. Februar 2005, 13:46

Salut!
Mit dem Wohnsitz hat der Status "freelance" oder "independant" nichts zu tun.

Schau mal hier:

http://www.motamot.com

und in dem forum von motamot.

Für dich könnte am Anfang eine "portage salarial" von Vorteil sein. Denn wenn du keine Beziehungen hast und noch kein Netzwerk an Firmen, dann wird es schwierig als Programmierer etwas zu finden. Es kommt auch darauf an, welche Programmiersprachen du kannst.
Im Bereich Webprogrammierung ist der Markt total voll, ausser du bist ein Crack in der Action-Script Programmierung. Wenn es um Softwareprogrammierung geht, da kenne ich mich nicht so aus, wie die Marktlage ist.

Hier eine Links die Erklären was portage salarial ist:

ravailler à son compte en étant salarié : c'est l'offre des sociétés de portage. Avec à la clef la possibilité de s'installer un jour à son compte.

Citation:
Philippe Midan fait du portage salarial... sans le savoir. Consultant en informatique, il se fait « héberger » par une société amie qui facture ses clients et lui verse un salaire en contrepartie des honoraires reçus. Ils sont nombreux, les anciens salariés à avoir utilisé cette « planque ». Mais, depuis 1985, ils peuvent s'adresser à des sociétés de portage dont le métier est de transformer des factures en salaire moyennant une commission de gestion. Le rêve de la création à « risque zéro et zéro papier » est ainsi devenu réalité pour des milliers de consultants, en particulier. Bénéficiant de la couverture sociale des salariés, ils conservent leurs droits aux Assedic en cas de... « dépôt de bilan ». Et, surtout, ils ne galèrent pas avec toutes les tâches administratives liées à une création d'entreprise.


Qques article qui résument l'intérêt du portage :
http://www.lentreprise.com/dossier/296.html
http://management.journaldunet.com/doss ... 09portage/
http://juristprudence.online.fr/portage.htm
http://www.optioncarriere.com/le_portage_salarial.htm
http://management.journaldunet.com/0410 ... tage.shtml



Principes, modalités, revenus, annuaires,... :
http://www.guideduportage.com
http://www.e-portage-salarial.net/rubrique24.html

Plusieurs sociétés de portage :
http://www.optioncarriere.com/le_portage_salarial.htm

Le portage pour les Free-lanceurs :
http://www.freelance-europe.com/fr/portage1.html


Hier gibts noch Infos von der französischen IHk
http://www.cci.fr/HomePage_CCIFR

Auf die Frage welchen Status du am Besten nehmen solltest, das kommt auf deine finanzielle Lage an. Als Freelance musst du im Trimester so 250 euro an die URRSAF zahlen... die bekommst du wieder, wenn du am Ende des Jahres nicht mehr als (?weiss die summer nicht mehr) verdient hast. Das heisst also, dass du schon einiges an Startkapital mitbringen musst.
Auf der seite motamot steht alles notwendige was du wissen müsstest.

Auf jeden Fall bräuchte man viel mehr Infos um die gute Tipps zu geben. Dein Projekt hört sich noch super wage an...

Viele Grüsse,
eve
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Carola
Beiträge: 213
Registriert: Dienstag 9. Juli 2002, 19:00

Donnerstag 3. Februar 2005, 16:41

Salut Eve,

ich kann einige Deiner Informationen nicht so ganz teilen. Vielleicht liegen die Dinge im IT-Bereich etwas anders als bei den Freelance-Übersetzern zu denen ich gehöre, aber so gravierend sollten die Unterschiede doch wohl nicht sein.
Von "portage salarial" kann ich eigentlich nur jedem abraten. Denn man sollte sich sagen, dass diese Unternehmen natürlich nicht umsonst für Dich arbeiten. Sie nehmen Dir eben nur ein wenig Papierkrieg und Behördenärger ab, den man Selbständiger nun mal hat. Und Kunden bringen sie Dir in den wenigsten Fällen, denn die musst Du Dir schon selbst suchen. Ich bin monatelang von einer solchen Firma (Blenner Stratégies) belästigt worden, ja ich fühlte mich fast schon verfolgt, habe mir aber ihr Angebot peinlich genau durchgelesen. Das kann es nicht sein.
Was die Urssaf-Beiträge betrifft, so sind die im 1. Jahr tatsächlich recht niedrig (wie Du sagst, ca. 250 Euro pro Quartal) aber diese Beiträge schwanken natürlich je nach Einkommen und das ist im 2. Geschäftsjahr erfahrungsgemäß höher als im 1. wo ohnehin keine Berechnungsgrundlage vorhanden ist. Und dass man die Urssaf-Beiträge zurückbekommt, wenn man nicht mehr als eine bestimmte Summe verdient hat....wo steht das denn?? Ich lasse mich gerne belehren, wenn dem wirklich so ist, aber glauben kann ich auch das leider nicht.
Gruß, Carola
PS: @Yan: für den Anfang (1-2 Jahre) und falls Du keine hohen Betriebskosten hast (was ich mir für deinen Job vorstellen könnte) ist die Unternehmensform "micro-entreprise" sicher nicht das schlechteste...ich hab's 2 1/2 Jahre gemacht.
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Yan
Beiträge: 2
Registriert: Donnerstag 3. Februar 2005, 09:03

Donnerstag 3. Februar 2005, 17:46

Hallo Eve, hallo Carola,

danke vorab für Eure Infos :-)!
Ehrlich gesagt bin ich auch eher skeptisch, was das <portage salarial> betrifft (sorry Eve...). Ich scheue die Behördengänge
nicht und mache lieber alles selber. Ich habe auch schon erste Kundenkontakte geknüpft und möchte so schnell wie möglich meine Anwendungen den Kunden "schmackhaft" machen.
Im Grunde suche ich die schnellste und einfachste Möglichkeit legal Rechnungen ausstellen zu dürfen.

Was haltet ihr von einem einfachen Gewerbeschein, wie wir es aus unserer Heimat kennen????
(Bekomme ich überhaupt einen französischen Gewerbeschein, wenn ich nach wie vor meinen Hauptwohnsitz in DE habe?)

A bientôt,
Yan
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Eve
Beiträge: 183
Registriert: Dienstag 11. Juni 2002, 20:33
Wohnort: Caen

Donnerstag 3. Februar 2005, 22:09

Salut!

>> wo steht das denn??
In den Unterlagen die ich mir vor 6 Monanten bei der URRSAF besorgt habe und im Internet: https://www.urssaf.fr/portail/home.html

Dispenses de cotisations

Vous pouvez être dispensé du versement de la cotisation personnelle d’allocations familiales et de la CSG/CRDS si vous justifiez pour 2005 d’un revenu professionnel inférieur à 4243 euros.

De même, vous êtes dispensé du versement de cotisations et contributions lorsque vous êtes âgé d’au moins 65 ans et que vous avez élevé au moins quatre enfants jusqu’à ce qu’ils aient atteint l’âge de 14 ans.


forum.creation-societe.com

Vous obtiendrez alors une immatriculation et payerez des cotisations trimestrielles. En principe, celles-ci sont calculées sur la base des revenus professionnels. Cependant, les revenus n’étant pas connus lorsque vous débuterez votre activité, les cotisations seront provisoirement calculées sur une base forfaitaire les deux premières années de votre activité. Les cotisations forfaitaires par trimestre (chiffres année 2002) seront d’un montant de 202 euros (81 euros allocations familiales et 121 euros CSG/CRDS). Les années suivantes, les cotisations ne seront plus forfaitaires, elles dépendront de vos revenus professionnels : 5,40% allocations familiales, 7,50% CSG, 0,50% CRDS et 0,15% CFP. A noter que si votre revenu professionnel est inférieur à 4018 euros dans l’année, vous serez remboursé des montants de ces cotisations.


Ich selbst habe keine Erfahrung gesammelt mit "portage salariale", aber ein Freund der Webdesigner ist. Und erst in Zusammenarbeit mit der Firma hatte er ein stabiles Einkommen.
Als Webdesigner hat er an Projekten mitgearbeitet. Das Zauberwort: "out-sourcing".
Die Firma kann ein grosses Projekt an Land ziehen, ein Teilbereich kann aber nicht erfüllt werden, weil die Kompetenzen fehlen. Dieser Teilbereich wird an den Freelancer gegeben. So profitieren beide Seiten.

eve*
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Eve
Beiträge: 183
Registriert: Dienstag 11. Juni 2002, 20:33
Wohnort: Caen

Samstag 5. Februar 2005, 14:19

Nachtrag an Carola:
Du scheinst im Moment ganz schön rumzugiften im Forum. Bekommt der Geburtstag dir nicht gut?
Siehe "Vereinsmeierei" und...
Ich fand deine Antwort auf mein Posting schon ziemlich herablassend. Vielleicht solltest DU dich das nächstemal besser informieren wenn du Infos die andere bereitstellen in Frage stellst.

eve
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Carola
Beiträge: 213
Registriert: Dienstag 9. Juli 2002, 19:00

Samstag 5. Februar 2005, 14:38

Moment Eve...
es geht mir keinesfalls darum herumzugiften wie Du es nennst. Wie ich ja schrieb, bin ich gerne bereit mich behlehren zu lassen, was die URSSAF-Zahlungen betrifft. Ich bin ganz sicher die Letzte, die sich hinsichtlich des franz. Amtsschimmels gut auskennt!
Und was meine Anmerkugn bezgl. "Vereinsmeierei" betrifft so werfe ich das nciht einfach nur so in den Raum sondern spreche aufgrund der Erfahrungen die ich machen konnte, weil mein Freund Gérard in einem dieser Vereine (Lions Club) äusserst engagiert ist und ich genau sehe wie die Dinge laufen.
Auf alle Fälle gingen meine Anmerkungen nicth gegen Dich persönlich und auch meine privaten Probleme wollte ich ganz sicher nicht einfliessen lassen.
Sorry, falls Du Dich getroffen gefühlt hast.
LG,
Carola
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