Schüleraustausch Frankreich

Für alle Themen, die mit Frankreich in Zusammenhang stehen und die in keines der anderen Foren passen.
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Günther2010
Beiträge: 4
Registriert: Montag 31. Mai 2010, 20:19

Montag 31. Mai 2010, 20:25

Ich brauche die Hilfe des Forums!
Vergangene Woche hat meine Tochter ein Informationsgespräch, in der Schule, über einen Schüleraustausch in der 10. Klasse. Sie spricht Deutsch und Polnisch (Muttersprachen) und lernt Englisch und Französisch.
Meine Tochter möchte gerne ein Jahr die Schule In Frankreich besuchen, doch, jetzt kommt es: Kostenpunkt über 4000,- €. Soviel Geld habe ich, als alleinerziehender Vater, nicht.
Nach 2 Jahre Hartz-4 und vorzeitigem Renteneintritt, bleibt mir nur eine kleine Rente.

Aber, ich kann arbeiten! Ich bin gut ausgebildet und handwerklich sehr begabt.
Wer weiß, oder kennt eine Möglichkeit, dass ich mit nach Frankreich gehe und dort arbeite, damit meine Tochter eine Schule in Frankreich besuchen kann. Ich stelle keine großen Ansprüche, wichtig ist, dass meine Tochter für ihre Zukunft gut ausgebildet ist.
Ich danke allen, im Voraus, die mir und meiner Tochterhelfen wollen und können.
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Gero
Beiträge: 474
Registriert: Freitag 21. Februar 2003, 13:37
Wohnort: Kehl / Aude

Dienstag 1. Juni 2010, 10:05

Ich glaube hier ist es schwierig, Hilfe zu bieten.
Deine Motivation ist zwar löblich, aber auch in Frankreich herrscht hohe Arbeitslosigkeit und die Probleme sind nicht sehr viel anders als in Deutschland.
Ich denke, da muss dann der Eine oder Andere von euch zurück stecken; auch mir als arbeitenden Freiberufler wären 4000/Jahr für die Ausbildung meiner Tochter doch etwas viel.
Grüße
Gero
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Günther2010
Beiträge: 4
Registriert: Montag 31. Mai 2010, 20:19

Dienstag 1. Juni 2010, 12:52

Ja, das habe ich auch schon festgestellt, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf - für meine Tochter.
Ich würde noch mehr zahlen für die Ausbildung meiner Tochter, wenn ich es hätte.
Ich hatte ja Reserven zurückgelegt. Aber, dann bin ich arbeitslos geworden und in Hartz-4 reingerutscht. „Arbeitslosenhilfe“ habe ich erst bekommen, nachdem ich meine Reserven aufgebraucht hatte. Der Rest ging für Schulbücher drauf, weil Hartz-4 vorne und hinten nicht gereicht hat. Heute zahlt meine Tochter, Dank Schröder und Clement, die Zeche. Deren Kinder werden sicherlich eine Super-Ausbildung erhalten.
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Gero
Beiträge: 474
Registriert: Freitag 21. Februar 2003, 13:37
Wohnort: Kehl / Aude

Dienstag 1. Juni 2010, 13:19

Ach, ich weiß nicht.. in deren Haut bzw. Politiker sein, ist ja auch nix..(für mich zumindest). Unbeliebter kann man heutzutage ja gar nicht mehr sein. (der Versuch steht übrigens jedem offen - ist aber nicht das Thema.)
Ich sage mal: Erfolg in der Zukunft bemisst sich nicht daran, ob man mal, vor allem in der 10. Klasse (!!!) ein Jahr in Frankreich war.
Meine Frau spricht auch fließend französisch, sie hat halt einfach 2 oder 3 Mal den Schüleraustausch mitgemacht, der damals (80er Jahre) üblich war und später eben ein Jahr als Studentin dort verbracht. Kostet lange nicht so viel und man lernt es so auch - also die Hoffnung nicht aufgeben (auch was was Harz IV angeht)
Gero
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Bine
Moderator
Beiträge: 568
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Wohnort: Nürnberg

Dienstag 1. Juni 2010, 14:58

Normalerweise kann man doch auch Stipendien bei einem Schüleraustausch beantragen... ich habe jetzt einfach mal ein bisschen gegooglet....ansonsten stimme ich Gero zu...

http://www.dfjw.org/voltaire-programm
(6 Monate Aufenthalt in Frankreich bei einer Gastfamilie und dementsprechend auch 6 Monate Aufenthalt des Gastfamilienkindes in Deutschland = 1 Jahr permanenter französischer Sprachkontakt)

http://www.rausvonzuhaus.de/wai1/showco ... ID=3732#a4

Vielleicht wäre das ja einen kostengünstigere Alternative :wink:
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Günther2010
Beiträge: 4
Registriert: Montag 31. Mai 2010, 20:19

Dienstag 1. Juni 2010, 16:53

Hallo,
das sind ja mal schon ein paar Hilfen. Werde mich gleich informieren. Erst einmal Danke!
:D
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mico
Beiträge: 132
Registriert: Mittwoch 29. August 2007, 15:46
Wohnort: Überlingen

Mittwoch 2. Juni 2010, 07:09

Hallo Günther

http://www.rotary.de/jugenddienst/

Der Jugenddienst des Rotary-Clubs bietet jedes Jahr rund 400 Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren die Möglichkeit, für ein Jahr ins Ausland zu gehen, auch Nichtmitgliedern. Die Familie des Schülers muss im Gegenzug selbst einen Austauschschüler aufnehmen. Die Kosten für Hin- und Rückreise, notwendige Versicherungen und einen Beitrag für vorbereitende Maßnahmen tragen die Eltern. Der Aufenthalt selbst inklusive Taschengeld wird vom gastgebenden Rotary Club finanziert. Exkursionen und Freizeiten werden vom Rotary Club bezuschusst, sind aber im Wesentlichen von den Eltern des Austauschschülers zu bezahlen.
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meine Tochter war 1 Jahr in Amerika dank eines Stipendiums von Rotary.
Wir sind keine Rotary-Mitglieder und haben über das Internet herausgefunden, dass auch Nichtmitglieder ein Stipendium beantragen können. Und zwar schon als Schüler und nicht erst als Student.
wir hätten usnererseits keinen Schüler aufnehmen müssen, haben es aber trotzdem gemacht, das scheint sich geändert zu haben (s.o.) allerdings sollte es kein Hindernisgrund sein, wenn es nciht geht.

Allerdings musste meine Tochter 3 Länder zur Auswahl angeben, und sie kam in die USA


Stipendien für Schulaufenthalte im Ausland
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http://www.rausvonzuhaus.de/wai1/showco ... emaID=3853

Sie hat sich 2 Jahre lang bei diversen Organisationen beworben, viele Absagen, bei Step-In kam sie gleich beim 1. Versuch in die Endausscheidung, aber der andere Bewerber bekam den zuschlag und beim zweiten Mal bekam sie 2 'Tage vor der Ausscheidung bei Step-In die Zusage von Rotary.

Voraussetzung bei vielen Organisationen ist ein Soziales Praktikum, Engagement in Verein- und Jugendarbeit, etc.



Du sagst Muttersprache Polnisch - dann könnte vielleicht das auf euch zutreffen

http://www.nrw.de/presse/start-schueler ... uwanderer-
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schueler-koennen-sich-ab-sofort-bewerben-5839/
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mach Dich bei jedem Antrag auf einen großen Berg Papiere gefasst, und man lernt von Antrag zu Antrag dazu - auf was wert gelegt wird. Also nicht verzagen, wenn sie eine Ablehnung erhält.


Eine andere Möglichkeit, - wie schon vorgeschlagen - sind Schüleraustausch. Diverse Schulen haben Partnerschulen über deren Direktoren oder engagierte Lehrer auch immer wieder ein 1-monatiger, 2 oder sogar 3 monatiger Einzelaustausch organisiert werden kann. Die Fremdsprachenlehrer haben meistens Kontakte zu Lehrern in diversen Ländern und können auf dieser Basis eventuell etwas vermitteln.
Oder über Bürgermeister der Partnerstädte. So kam ich mal zu einem Aupair während der Sommerferien.

Viel Glück

conny
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"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar."
Antoine de Saint-Exupery
Günther2010
Beiträge: 4
Registriert: Montag 31. Mai 2010, 20:19

Mittwoch 2. Juni 2010, 18:13

Hallo mico,
besten Dank für die Tips. Ich werde sie alle beherzigen und ausprobieren. Es wäre doch gelacht, wenn ich es nicht schaffen würde.
:D
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