Ergebnisse Präsidentschaftswahlen 2017

Für alle Themen, die mit Frankreich in Zusammenhang stehen und die in keines der anderen Foren passen.
Piroschka
Beiträge: 178
Registriert: Sonntag 15. Juli 2012, 16:20

Donnerstag 11. Oktober 2018, 18:29

Unser Präsident ist ja heute in Armenien. Nach J. H.s "Staatsbegrägnis" hat es mich nicht gewundert, daß auch Charles Aznavour einen Staatsakt erhalten hat. Das ist der Mann, der nach der Mitterand-Wahl mit einem Koffer Bargeld an der Schweizer Grenze rausgefischt wurde und bis in die jüngste Zeit Probleme mit dem Fiskus hatte. Offiziell fiskalisch Resident in der Schweiz hielt er sich beim Tod in der Badewanne, in der ihn sein Majordomus fand, in Frankreich auf.
Er stammte aus einer Migrantenfamilie, wobei Armenier eben gute Migranten waren und sind - als Christen. Die richtige Religion muß man haben in einem laizistischen Staat.

Wie ich weiter oben schon mal perspektivisch zu der Politik für die Reichen sagte:
Mein Einkommen hat sich erhöht, meine Steuer ist hingegen gesunken. Das ist gelebte Demokratie.

Auf BFMTV wurde heute ständig wiederholt, wie sich die Première Dame an der Seite ihres Gatten (nach meiner Erinnerung nahm Hollande immer seinen teuren Hof-Frisör und Perückenmacher mit) mit weißen Rosen zu einer Blumenniederlegung bewegte. Als ich die hohen Stiletti sah, dachte ich, daß da sicher im Vorfeld eine Kommisssion gearbeitet hat, die die Szene bis ins kleinste durchgerastert haben muß. Etwa die Frage: Ist der Zugang zum Punkt des Gedenkens so ausgestattet, daß nicht etwa Kopfsteinpflaster zu einem peinlichen Hängenbleiben, Absatzbruch, Knöchelumknicken führen könnte.

Und das alles von meinen geringen Steuern.

Nun, dann muß man eben an anderer Stelle sparen! Etwa bei den Mißbildungen von Föten im Mutterleib in den drei Départements Ain, Morbihan und Loire Atlantique, deren Mütter während der Schwangerschaft das Pech hatten, in einem ländlichen Umfeld zu leben, in dem insbesondere Sonnenblumen (Symbol der Ökobewegung) und Mais intensiv gespritzt wurden. Deren Zahl ist doppelt so hoch wie in anderen Regionen, die staatlichen "Kommissionen" sehen keinen Zusammenhang. So'n Pech auch!

Die Kinder mit fehlenden Gliedmaßen wird auch nicht das Summen der Bienchen trösten, allein in der Bretagne sind in diesem Jahr 22.000 Bienenstöcke (ruches) "kaputt"gegangen. Wenn's weiter nichts ist.
0 x
Yoyo
Beiträge: 701
Registriert: Freitag 12. August 2005, 09:04
Wohnort: Südwest-Frankreich

Samstag 13. Oktober 2018, 10:16

Piroschka hat geschrieben:
Donnerstag 11. Oktober 2018, 18:29
Als ich die hohen Stiletti sah, dachte ich, daß da sicher im Vorfeld eine Kommisssion gearbeitet hat, die die Szene bis ins kleinste durchgerastert haben muß. Etwa die Frage: Ist der Zugang zum Punkt des Gedenkens so ausgestattet, daß nicht etwa Kopfsteinpflaster zu einem peinlichen Hängenbleiben, Absatzbruch, Knöchelumknicken führen könnte.

Und das alles von meinen geringen Steuern.
Manche Leute haben Probleme... :roll:
2 x
Schöne Grüße - Yoyo
Piroschka
Beiträge: 178
Registriert: Sonntag 15. Juli 2012, 16:20

Dienstag 9. April 2019, 19:00

https://www.boursorama.com/actualite-ec ... 39c9df7d47

Dieses zerbrechliche Land lebt eben vom Tourismus und Akloholexport.

Dabei sind in den Tourismuszahlen auch die der französischen Mobilitätshungrigen enthalten: mal eben mit einem coffret cadeau ein Wochende in die Bretagne, wo in einem gîte, der besser ausgestattet ist als man selbst daheim, geschmaust wird. Alles eine kûnstlich aufgeblähte Industrie, bei der man sich dann abend beim Essen als Umweltspezialistin entpuppt.
Allein das Département Morbihan will 2019 die Zahl verdoppeln.
Das ist nicht nachhaltig, kommt eine Krise, foilgt der Kollaps.
Eine ganze Bevölkerungsgruppe sieht sich selbst heute schon als "Kollapsologen" (google).

Die italienische Kleinstadt Matera hatte 2018 450.000 Besucher, 2019 sollen es 900.000 werden.
0 x
Antworten