:cry: PARIS :cry:

Für alle Themen, die mit Frankreich in Zusammenhang stehen und die in keines der anderen Foren passen.
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Aperdurus
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"Die Drôme, das ist das Zusammentreffen der Alpen und der Provence, deren warmherzigen und duftenden Akzent sie schon besitzt."
papillon
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Et es, wie et es, un et kütt, wie et kütt ...
Roch
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Paris
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www.frankreich-marche.de
herbertp
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Dienstag 17. November 2015, 12:34

Vorsicht.
Im Internet wird gewarnt vor dem Oeffen einer Mail mit den Titel
ON EST TOUS PARIS
das Anklicken des Photos mit der Babyhand soll einen Virus in den Computer hineintragen.

salut
Herbert
Bildschirmfoto 2015-11-17 um 12.22.55 pm.png
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Yoyo
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Dienstag 17. November 2015, 16:54

Keine Panik bitte:

http://www.hoaxbuster.com/hoaxliste/mal ... tous-paris

http://www.franceinfo.fr/emission/franc ... 2015-22-10

http://www.20minutes.fr/societe/1731783 ... alveillant

http://www.metronews.fr/high-tech/faux- ... J1ACZ3OJ6/

Wie die Préfecture de Police auf twitter schreibt:

Préfecture de police

@prefpolice

Ne diffusez et ne relayez pas de fausses informations ou de fausses rumeurs.
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Schöne Grüße - Yoyo
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Tonton
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Sonntag 22. November 2015, 10:32

Ich möchte jetzt nicht auf diese Virus-Rumeurs eingehen (gibt's täglich, unter allen mögl.Vorwänden => Antivir runterladen, bitte. Danke), sondern zu den Anschlägen in Paris.

War irgendjemand von Euch eigentlich überrascht darüber ?
Ich war's nicht - und ich vermute mal, dass etliche in Frankreich ansässige es auch nicht waren.
Fÿr mich war es mehr ein "geplatzter Knoten": irgendwann kommt es, bloss wann ? dachte ich oft.

Natürlich war auch ICH geschockt über die vielen Toten. Aber seien wir mal ehrlich, wir haben schon in den letzten Monaten verdammt viel Glück gehabt. Der Wirre aus dem Thalys hätte alleine für so viele Opfer sorgen können. Andere ebenfalls.
Irgendwann endet halt jede Glückssträhne einmal, und das Land wacht auf.

So, was machen wir jetzt? Ehrlich: das einzige was es zu tun gibt: die Regierung hat den inoffiziellen Krieg zu einem offenen Krieg erklärt.
Wir werden jetzt neue Steuern brav abnicken, Kosten explodieren lassen, uns ausspitzeln lassen und uns halt denken: es ist einfach notwendig, es geht nicht anders.

Als ewiger Mahner und wahner, mag ich noch hinzufügen, dass ich der letzten Version nicht zustimmen würde, aber dass diese halt "Eier in der Hose" erfordert hätte.
Diese sah ich aber weder bei links noch rechts irgendwo baumeln. Auch nicht in Deutschland.

Also, heisst es jetzt halt: Gülle schlucken, und durch damit. That's Life !

PS: nach den Anschlägen Chalie Hepdo gewann Mr. 15% prompt 5% an Wählerwohlwollen.
Wieviel wird es diesmal sein? (noch keine Umfragen bekannt?).
Noch 3 Anschläge, und er wird wiedergewählt !

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Grüsse aus der Südsee !
Yoyo
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Donnerstag 26. November 2015, 15:49

Wir können jedenfalls froh sein, dass unsere Vorfahren auch für uns jede einzelne all unserer heutigen Freiheiten den christlichen Kirchen gegen deren erbitterten Widerstand abgekämpft haben.

So wie im Islam grundsätzlich die Unfreiheit schlummert, so tut sie das auch in der christlichen Religion. Man lese nur diesen Artikel des Priesters der berühmten Basilika Fourvière in Lyon, der die Opfer der Anschläge in Paris als die "siamesischen Zwillinge der Terroristen" bezeichnet:

http://www.riposte-catholique.fr/ripost ... -le-diable

http://www.rue89lyon.fr/2015/11/23/les- ... -lyonnais/

Aber es läuft in Frankreich, das in der großen Mehrheit Wert auf seinen Laizismus legt, schon eine Petition für die Absetzung dieses Priesters:

https://www.change.org/p/destitution-du ... 1R%2FoY%3D

Ich bin jedenfalls unendlich dankbar für all die Freiheiten, die wir heute haben und von denen ich profitieren kann, ohne allzuviel dafür getan zu haben.
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Schöne Grüße - Yoyo
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Tonton
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Donnerstag 26. November 2015, 16:08

oh, ich bin den Kirchen sehr dankbar !

Nein, nicht für Teufelsaustreibungen & Iquisation. Aber jede Gesellschaft benötigt eine Struktur - und die (christlichen) Kirchen haben diese Europa gegeben - und das fast 2000 Jahre lang !

Das solltest Du nicht vergessen Yoyo, ohne die Kirchen - mit allen ihren Über- Unter- und Ab-Treibungen wäre Europa heute gar nicht Europa.

Ich den Kirchen (egal welcher Konfession) gab es immer wieder ausschläge in Extremismus. Wie in allen Religionen. Das gebe ich zu.
Aber das ist nicht das Grundprinzip von grossen Religionen. Weder der christlichen, noch der muselmanischen.

Du hast jetzt nur die Ausschläge (=Extremisten) im Kopf. Ich selbst habe mehr die LAIZISTISCHEN Extremisten im Kopf - und die hängen mir in Frankreich nun wirklich schon weiter raus, als nur aus dem Hals.

Das sind Hasser - lass Dich von diesen nicht infiltrieren (ich glaube, es ist schon geschehen).
Sind gleiche Stufe, wie die Islamisten von letzter Woche - nur leider sprengen sie sich nicht selbst in die Luft.
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Grüsse aus der Südsee !
Piroschka
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Donnerstag 26. November 2015, 22:28

Dankbar bin ich dafür, daß der Text jenes Priesters hier einmal umfänglich zugänglich gemacht wird; bisher kannte ich nur Auszüge. Das liegt vielleicht auch daran, daß es mit den "Freiheiten" nicht so weit her ist.
Wenn heute in der Presse berichtet wird, daß es zunehmend "déserts médicaux" , also große Gebiete mit nicht ausreichender ärztlicher Versorgung (Tendenz zunehmend) in Frankreich gibt, und wenn die Fondation Abbé Pierre sagt, 2.000.000 Einwohner oder Haushalte in F. hätten keinen Zugang zu Trinkwasser (gemeint ist nicht die allgemeine Pestizidbelastung), dann fehlt mir was an Freiheiten, weil ich nicht nur an mich denke.
Erlebe ich dann täglich das gleichgeschaltete Gequatsche im Fernsehen, Radio und bei allen möglichen Humankontakten, die Selbstzensur der Medien, die Auftragsschreiber, dann wird mir bange.
Ehemalige Geheimdienstmitarbeiter, die als Piloten nachweislich x-mal zwischen Ecuador u. der Dom.Rep. einerseits und Frankreich und Belgien hin und her geflogen sind (warum wohl?) und sich nicht gefragt haben wollen, was in den 26 Koffern war, werden über die Medien wie Nationalhelden gefeiert. Daß sie Helfer bis in höchste Stellen hatten, kann dabei ruhig bekannt werden.
Nebenbei wird bekannt und geht dann unter, daß in St. Denis (Charonne) nicht, wie behauptet, schwere Waffen, sondern nur Handfeuerwaffen gefunden wurden. Zuvor war von "tirs nourris" (Trommelfeuer) die Rede. Angeblich 5000 Schuß wurden von den Spezialeinheiten abgegeben, Sniper eingesetzt von gegenüberliegenden Dächern (also von Anfang an finaler Todesschuß). In einem Rechtsstaat erwarte ich den Versuch einer Festnahme, zumal man nicht weiß, wer sich noch in den Räumen befindet. Es gibt Rauchbomben, Tränengas. Aber wie war es seinerzeit in Toulouse (nach 32 Stunden ohne Schlaf)? Man liquidiert, möglicherweise wußte der Erschossene zuviel?

Freiheiten wurden erkämpft, da hat Yoyo Recht. Zum Beispiel 1962 rue de Charonne:

https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_ ... n_Charonne

Acht Demonstranten von der Polizei erschlagen. Gewerkschafter.

Menschenrechte? Jeden Tag kritisiert der Staatsgerichtshof den Innenminister:

https://www.mediapart.fr/journal/france ... -cazeneuve

Man sollte sich richtig klarmachen, was der Notstand / Ausnahmezustand bedeutet.
Tag und Nacht Durchsuchungen, Versammlungsverbot usw.
Ein 21jähriger Blinder muß dreimal täglich zur Polizei, nachdem ihn jemand zu Unrecht denunziert hat: er heißt David, trug aber mal einen Bart.

https://www.al-kanz.org/2015/11/25/david-aveugle/

Die Verlängerung des Ausnahmezustands wurde durchgepeitscht, indem der MP, stets geschwollene Adern an Hals und Stirnseite, von der Gefahr chemischer und biologischer Waffen sprach. 6 Gegenstimmen.
Könnte es in diesem freiheitlichen Land, in dem es strafbar ist, zum Boykott israelischer Kiwis und anderer Produkte aufzurufen, an den Wahlen liegen, daß man in den Medien nichts mehr von der Vorsitzenden des FN erfährt?
Schere im Kopf?
Wenn Frankreich nicht nur in Afrika, sondern auch im Nahen Osten Krieg führen möchte, nachdem es schon ganz Nordafrika destabilisiert hat, sollte es sich dies leisten können und nicht in D. um Luft- und Marineunterstützung nachsuchen.
Verfehlte Kolonialpolitik und Großmannssucht (Gebiete in der Antarktis, dem Pazifik, Lateinamerika, Kanada) muß man sich leisten können, dafür reicht Fahnennähen nicht.
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Yoyo
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Samstag 28. November 2015, 09:57

Piroschka, das beweist doch nur, dass Freiheiten nicht für immer und alle Zeiten in Beton gegossen sind. Die Terroristen haben es soweit gebracht, dass die Linken die Wünsche der Rechts- und auch Linksextremen nach umfassender Kontrolle und Amputation der Freiheit in die Tat umsetzen. Und leider akzeptiert die Bevölkerung zu großen Teilen, dass im Zuge eines nicht erfüllbaren 100-prozentigen Sicherheitsbedürfnisses die Freiheiten zunehmend eingeschränkt werden. Oder rennt mit großer Begeisterung irgendwelchen Verschwörungstheorien und/oder populistischen Bewegungen hinterher. Oder akzeptiert, dass Leute ihre menschenverachtenden Meinungen hemmungslos in die Welt rauströten:

http://perlen-aus-freital.tumblr.com/
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Schöne Grüße - Yoyo
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Tonton
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Samstag 28. November 2015, 12:14

Piroschka hat geschrieben: Freiheiten wurden erkämpft, da hat Yoyo Recht. Zum Beispiel 1962 rue de Charonne:

https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_ ... n_Charonne

Acht Demonstranten von der Polizei erschlagen. Gewerkschafter.
eine andere Epoche, hat heute nichts mehr zu sagen.
damals war Frankreich kurz vor dem Büyrgerkrieg. Andere Zeiten, andere Sitten & auch andere "Notwendigkeiten".

+++
Piroschka hat geschrieben:...

Die Verlängerung des Ausnahmezustands wurde durchgepeitscht, indem der MP, stets geschwollene Adern an Hals und Stirnseite, von der Gefahr chemischer und biologischer Waffen sprach. 6 Gegenstimmen.
....
)
ey; dabei bin ich auch hoch gegangen ! Keine 3 Tage war der "Ausnahmezustand" alt (immerhin für 3 Monate gültig) da wurde er gleich um weitere 3 Monate verlÄngert !
WARUM ?
Habe ich nicht verstanden - wird mir auch kein Innen- Sozial- oder Geheimminister erklÄren können !
Man hÄtte damit nun ja auch noch 2.1/2 Monate warten können, wenn wirklich der Bedarf vorhanden sein sollte.

Zudem wurde er auch noch auf die ÜBerseedepartements ausgeweitet. Wozu. Sind diese Terroristen etwa "dorthin" entkommen ? Kann niemand sagen, wird auch niemand nach fragen. That's France.
Aber mich stört es jedenfalls auch.

:mrgreen:
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Grüsse aus der Südsee !
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